Bauarbeiten im Knoten Fulda: Massive Einschränkungen im Bahnverkehr ab 11. Juli

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Reisende im Raum Fulda müssen sich ab dem 11. Juli auf erhebliche Einschränkungen im Regional- und Fernverkehr einstellen. Grund sind kurzfristig angesetzte Weichenerneuerungen im Bereich Fulda-Bronnzell. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, dauern die Arbeiten bis zum 27. Juli und betreffen die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg sowie die Strecke Frankfurt–Göttingen.

Da sich die Bauarbeiten an einem zentralen Knotenpunkt des deutschen Schienennetzes befinden, kommt es zu zahlreichen Umleitungen, Zugausfällen und längeren Fahrzeiten. Gleichzeitig wird die stark beanspruchte Main-Weser-Bahn durch zusätzliche Umleiter im Fern- und Güterverkehr belastet. Um einen stabilen Bahnbetrieb aufrechtzuerhalten, reduziert die Deutsche Bahn kurzfristig auch das Angebot im Nahverkehr.

Im Regionalverkehr entfallen die Züge der Linien RE50 und RE5 zwischen Fulda und Bad Hersfeld beziehungsweise Bebra ersatzlos. Außerdem fallen einzelne Verbindungen zwischen Frankfurt und Fulda aus. Auf der Linie RB51 entfallen einzelne Fahrten zwischen Frankfurt, Wächtersbach und Fulda. Die Linie RB5 ist unter der Woche von einzelnen Zugausfällen zwischen Fulda und Hünfeld betroffen. Dies betrifft insbesondere die Abfahrten um 5.46 Uhr und 6.45 Uhr in Fulda. Die Züge der Linie RB52 verkehren zwischen dem 13. und 29. Juli nicht zwischen Fulda und Gersfeld. Einzelne Spätverbindungen fallen bereits ab dem 10. Juli aus. Für ausfallende Fahrten zwischen Hanau und Fulda setzt die Bahn Busse ein. Zwischen Frankfurt und Hanau können Fahrgäste auf die S-Bahn sowie weitere Regionalbahnlinien ausweichen. Nördlich von Fulda steht die RB5 als Alternative zum ausfallenden RE50 zur Verfügung.

Auch der Fernverkehr ist erheblich betroffen. Zwischen Frankfurt und Kassel verkehren die ICE-Züge in Richtung Hamburg nur noch mindestens alle zwei Stunden und werden großräumig umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um rund eine Stunde. Auf den Verbindungen Frankfurt–Fulda–Kassel–Berlin sowie Frankfurt–Fulda–Erfurt–Berlin wird der Stundentakt ebenfalls auf einen Zweistundentakt reduziert. Auch hier müssen Reisende mit einer Fahrzeitverlängerung von etwa 60 Minuten rechnen. Die Verbindung Wiesbaden–Frankfurt–Fulda–Erfurt–Leipzig–Dresden wird zwischen Frankfurt und Erfurt über Aschaffenburg und Würzburg umgeleitet. Die Züge halten in diesem Zeitraum nicht in Fulda, Bad Hersfeld, Eisenach und Gotha.

Die kurzfristigen Bauarbeiten kommen zusätzlich zu bereits geplanten Großprojekten wie der Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke zwischen Wiesbaden und Köln sowie Arbeiten im Knoten Mainz hinzu. Dadurch entstehen weitere Umleitungen im Fern- und Güterverkehr, die überwiegend über die Main-Weser-Bahn geführt werden.

Auch dort kommt es vom 11. bis 27. Juli zu Einschränkungen. Auf der Linie RB38 entfallen einzelne Fahrten zwischen Wabern und Kassel. Die RegioTram RT5 fährt zwischen Melsungen und Kassel nur noch im Stundentakt. Die in Kirchhain beginnenden und endenden Züge der RB41 entfallen montags bis freitags und werden durch Busse ersetzt, während die Verbindungen am Wochenende regulär verkehren. Die RB97 entfällt zwischen Cölbe und Marburg weitgehend. Auf der Linie RB49 wird der Verkehr zwischen Friedberg und Hanau auf einen Stundentakt reduziert, für ausfallende Verbindungen verkehren Busse. Die RB56 fällt zwischen Kahl am Main und Hanau größtenteils aus, lediglich einzelne Fahrten in den Hauptverkehrszeiten bleiben bestehen.

Die Deutsche Bahn empfiehlt allen Reisenden, sich vor Fahrtantritt in den elektronischen Auskunftssystemen wie dem DB Navigator oder auf bahn.de über ihre Verbindung zu informieren. Nach Abschluss der Weichenarbeiten soll auf der Main-Weser-Bahn wieder das bereits für die Korridorsanierung vorgesehene Verkehrskonzept gelten. +++


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