Florstadt. Nach den Steinwürfen auf eine Asylbewerberunterkunft in Nieder-Florstadt in der Nacht zum heutigen Mittwoch ermittelt die Kriminalpolizei in Friedberg wegen Sachbeschädigung und Volksverhetzung. Geprüft werden muss zudem, ob die Aufschriften der im Ortskern von Nieder-Florstadt aufgefundenen Zettel den Tatbestand der Anstiftung zu Straftaten erfüllen. Die Zettel hatten das Format DIN A4 und waren alle einzeln handschriftlich mit unterschiedlichen Inhalten beschriftet.
Inzwischen wurde bekannt, dass es auch in der Faulgasse zu einer Sachbeschädigung in der Nacht zum heutigen Mittwoch kam. Dort beschädigten Unbekannte zwischen 22.00 Uhr am Dienstagabend und 08.00 Uhr am Mittwochmorgen zwei Scheiben eines Gebetsraumes der Ahmadiyya-Gemeinde. Ein Zusammenhang mit der Sachbeschädigung an der Asylbewerberunterkunft kann nicht ausgeschlossen werden. Ein Tatverdacht zu den Taten besteht nach ersten Ermittlungen noch nicht. Die durch die Steinwürfe aufgeschreckten Bewohner der Asylbewerberunterkunft konnten zur Tatzeit zwei bis drei männliche Personen in der Nähe des Wohnhauses An der Linde sehen. Ob es sich hierbei um die Täter handelt ist unklar. Eine nähere Beschreibung der Personen liegt nicht vor.
Arnold verurteilt feige Tat
Landrat Joachim Arnold hat in einer Presseerklärung den Angriff auf die Unterkunft scharf verurteilt: „Ich finde es ab-scheu-lich, wenn Menschen, die alles hinter sich gelassen haben, um vor Krieg und Verfolgung, vor Unterdrückung und Gewalt, in unser Land fliehen, solchen feigen Angriffen aus-gesetzt sind. Wer so etwas macht, stellt sich außerhalb unserer sozialen Gemeinschaft. Alle demokratischen Kräfte distanzieren sich von solchen Gewalttaten, für die es keinen Platz bei uns in der Wetterau und inmitten unserer Gesell-schaft gibt.“ +++ fuldainfo

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