Fulda. Der Anwaltsverein Fulda e.V. kann in diesem Jahr auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Bei der Jubiläumsfeier am vergangenen Freitag im osthessischen Fulda im gleichnamigen Landkreis, diese Vereinsmitglieder mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Fuldaer Michaelskirche gemeinsam begingen, ließ man bei der eigentlichen Jubiläumsfeierlichkeit im Anschluss im Marmorsaal des Fuldaer Stadtschlosses, die vergangen Vereinsjahre unter dem Aspekt ihrer historischen Einordnung in die Zeitgeschichte Deutschlands unter dem Gesichtspunkt neuer Bestimmungen für die Justiz Revue passieren und blickte gemeinsam mit auf das, was aus Sicht der Rechtsgelehrten in Verantwortung und Position, den Fuldaer Verein so besonders macht.
In dem Ökumenischen Gottesdienst am Freitagvormittag mit der Thematik „Die Gaben des Heiligen Geistes“, waren Herr Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke sowie Herr Dekan i. R. Ulrich Braner auf das Tätigkeitsfeld Rechtsgelehrter in ihrer Verantwortlichkeit vor Gott eingegangen. „Es waren wohl noch nie so viele Rechtsgelehrte in der Michaelskirche versammelt, wie heute“, mutmaßte Generalvikar Stanke zu Beginn des Ökumenischen Gottesdienstes. „In der Bibel ist Gott der Anwalt der Gerechten.“ In Erinnerung an ein Gespräch Jesus mit seinen Jüngern, verwies Generalvikar Stanke auf den „Geist der Wahrheit“, den die Welt nicht empfangen könne, weil sie ihn nicht sieht. Ihr aber tragt ihn in euch,“ vermittelte Prof. Dr. Gerhard Stanke den Rechtsgelehrten das Gleichnis. „Gott ist Anwalt des Lebens“, sagte Dekan Ulrich Braner – wie sehr, zeige sich an jedem der 10 Gebote.
Bei dem anschließenden Empfang im Marmorsaal des Fuldaer Stadtschlosses begrüßte die Vorsitzende des Anwaltsvereins Fulda e.V. Edda Steinmetz die Anwesenden. Ganz besonders freute sie sich im Namen ihrer Kolleginnen und Kollegen, auch zahlreiche Ehrengäste in Fulda begrüßen zu können. In ihrem Grußwort fand im Besonderen der gute Kontakt mit den Fuldaer Gerichten sowie das beständige, beidseitige Bemühen, diesen Kontakt aufrechterhalten zu wollen, Erwähnung.
Am 24. April 1967 gegründet, zählt der Anwaltsverein Fulda heute 160 Mitglieder. In diesem Kontext erinnerte Steinmetz an die Gründer des Anwaltsvereins sowie an den verstorbenen Kollegen Klar und damit, an das letzte Gründungsmitglied („seit 2012 ist der Vorstand weiblich“). Weiter erwähnte die Vorsitzende das sehr kollegialgehaltene Miteinander im Verein – in diesem Kontext erinnerte sie beispielsweise an das traditionsreiche, alljährige Fußballspiel gegen die Gerichte sowie an das traditionelle Gänseessen im Hotel Ritter. Darüber hinaus ging sie auf die Gründe, warum die Jubiläumsfeierlichkeit des Anwaltsvereins Fulda mit dem Ökumenischen Gottesdienst am Morgen, ausgerechnet in Fulda ausgetragen wurde, ein. So stehe Fulda als Bistumssitz, nicht nur in einem religiösen christlichen Kontext, sondern ist auch die Heimatstadt vieler Vereinsmitglieder. In Anbetracht dessen, dass Anwälte vor Gericht oft das letzte Wort sprechen sowie die Sicht auf Dinge verändern mögen, wünschte sich Edda Steinmetz für ihre Vereinsmitglieder, dass sie zukünftig für ihre eigenen Interessen noch mehr einstehen mögen. „Das würde ich mir für sie alle wünschen“, so die Vereinsvorsitzende des Anwaltsvereins Fulda e.V. Edda Steinmetz abschließend.
Für die Stadt und den Landkreis hieß der Oberbürgermeister der Stadt Fulda Dr. Heiko Wingenfeld die Festgemeinschaft im Marmorsaal herzlich willkommen und sprach ihr im Namen der Stadt und des Landkreises zum 50-jährigen Bestehen herzliche Glückwünsche aus. In keinster Weise sei es selbstverständlich, dass man sich vor 50 Jahren zum Verein zusammengeschlossen habe und seitdem nicht nur zu einer stattlichen Mitgliederzahl von 160 Vereinsmitgliedern zusammengewachsen-, sondern auch in seiner Vereinskultur beständig gewachsen sei. „Sich über Jahrzehnte weiterzuentwickeln, ist etwas, wofür wir heute dankbar sein können“, sagte der Oberbürgermeister der Stadt Fulda Dr. Heiko Wingenfeld am Freitagmittag in Fulda.
Das beständige Bestreben derer, im Anwaltsverein Fulda Tätigen, die Geselligkeit sowie den guten, kollegialen Zusammenhalt untereinander sowie den guten Kontakt des Anwaltsvereins zu den Fuldaer Gerichten, aufrechterhalten-, wenn nicht noch einmal anheben und verbessern zu wollen, war bei allen Grußwortrichtenden Ehrengästen jene Besonderheit, diese den Fuldaer Anwaltsverein e.V. seit seinem Bestehen im Jahr 1967 zunehmend bis heute, an Bedeutung gewinnen ließ und zu überregionalem Ansehen verhalf.
Als Ehrengäste und Grußwortrichtende fungierten: Dr. Christian Kind, ehemaliger Vorsitzender des Anwaltsvereins Fulda e.V., Dr. Volker Klippert, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer Kassel, Ulrich Volk, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Hessen sowie Joachim Becker, Vorsitzender Richter am Landgericht Fulda.
Der Festvortrag „Die Zukunft der Anwaltschaft“ wurde gehalten von: Martin Schafhausen, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Sozialrecht und Arbeitsrecht Frankfurt am Main.
Die Musikalische Umrahmung der Jubiläumsfeierlichkeit erfolgte auf hohem Niveau durch die Fuldaer Stadtstreicher: Karsten Aßmann (Violine 1), Johanna Stumpner (Violine 2), Martina Respondek (Viola) und Andreas Halsch (Cello). +++ jessica auth

























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