Altmaier jetzt auch für Eindämmung von Manager-Gehältern

Peter Altmaier (CDU)
Peter Altmaier (CDU)

Berlin. Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) unterstützt Pläne für Änderungen im Steuerrecht zur Begrenzung von Managergehältern. „Wenn man das aus rechtlichen Gründen nicht direkt verbieten kann, sollte man zumindest verhindern, dass die Mehrheit der Steuerzahler dazu einen Beitrag leistet, indem solche Gehälter in unbegrenzter Höhe von der Steuer abgesetzt werden können“, sagte Altmaier „Bild am Sonntag“.

„Es gibt in der CDU viel Sympathie dafür, die steuerliche Abzugsfähigkeit von Managergehältern zu begrenzen. Ich halte das für richtig und denke, dass wir da zu einem parteiübergreifenden Konsens kommen werden.“ Altmaier räumte zwar ein, dass Mitarbeitergehälter grundsätzlich die Entscheidung eines Unternehmens seien. „Allerdings versteht niemand, wenn Managergehälter in so exorbitante Größenordnungen wachsen, dass sie mit individueller Leistung kaum noch etwas zu tun haben, vor allem nicht im Vergleich zur Leistung der Mitarbeiter.“ Altmaier hält es sogar für möglich, solche Maßnahmen auch auf Profi-Fußballer auszuweiten.

Er persönlich gönne jedem Fußballer sein Gehalt. „Aber grundsätzlich stellt sich die Frage, ob es für das, was steuerlich abzugsfähig ist, Grenzen geben muss. Ob das nur für die DAX-Unternehmen, für alle Manager oder auch für andere Berufsgruppen gilt, muss diskutiert werden. Mir kommt es darauf an, dass wir ein klares Signal senden, dass die Proportionen gewahrt werden und die hart arbeitenden Menschen nicht den Glauben an die Leistungsgerechtigkeit der sozialen Marktwirtschaft verlieren“, so Altmaier in BamS. +++


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1 Kommentar

  1. Geht doch!
    Im Anbetracht der wachsenden sozialen Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen (vgl. hierzu auch https://www.freitag.de/autoren/sigismundruestig/die-ungleichheits-luege-geht-um ) ist es unabdingbar, auch die Exzesse bei Gehältern, Boni und Abfindungen endlich wieder einzudämmen. Nicht zuletzt auch in Anbetracht der „Leistungen“ unserer Wirtschaftsführer (Deutsche Bank, VW, Linde, …). Der von der SPD präferierte Weg, dies über Begrenzung der steuerlichen Absetzungsmöglichkeiten anzugehen, ist ein gangbarer Weg.
    Wenn der Bundesfinanzminister Schäuble gegen eine gesetzliche Regulierung schießt und stattdessen für „Anstand“ (ausgerechnet Schäuble!) und eine „freiwillige Selbstverpflichtung“ der betroffenen Manager wirbt, ist das wenig glaubwürdig:
    Erstens hatte Schäuble noch 2012 aus guten Gründen für eine gesetzliche Regulierung dieser Exzesse plädiert.
    Zweitens hat sich ja erst im Finanzsektor gezeigt, dass die Betroffenen entsprechende – offensichtlich unzureichende – Regulierungsversuche (hier: „Deckelung der Boni“ auf EU-Ebene) ohne Scham trickreich umgehen: bei der Deutschen Bank (ausgerechnet dort!) hat man mal als Ausgleich locker die Jahres-Gehälter von 1100 Mitarbeitern um durchschnittlich 270.000 Euro aufgestockt! Das ist also der Schäuble-Weg!
    Offensichtlich wollte Schäuble nur mal wieder Gabriel und der SPD einen reinwürgen. So ist dieser alte, verbitterte Mann eben gestrickt!
    Aber wer hört schon noch auf diesen „falschen Fuffziger“! Vielleicht die Kanzlerin, wenn er wieder einmal an Putschplänen arbeitet?

    Mein Tip:
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4
    http://youtu.be/-5X2P5J6MiA
    http://youtu.be/QqoSPmtOYc8
    Was sagt der Bundestag?
    http://youtu.be/QGOx8I0COYg
    Viel Spaß!

    PS: Übrigens, nach dem antiken, griechischen Philosophen Platon sollte „niemand mehr als das 4-fache des Vermögens eines anderen besitzen“. Gar nicht so dumm!

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