Allianz für den freien Sonntag – Warum den Frühjahrsmarkt Eiterfeld ganz abgesagt?

KAB und ver.di sehen sich in Haltung bestätigt

Fulda. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Fulda und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di – Bezirk Osthessen sehen sich mit der Rücknahme der Genehmigung des verkaufsoffenen Sonntags anlässlich des Frühjahrsmarktes in Eiterfeld in ihrem Engagement für den arbeitsfreien Sonntag bestätigt. Mit Verwunderung wird jedoch zur Kenntnis genommen, dass der gesamte Frühjahrsmarkt abgesagt wurde.

KAB und ver.di hatten im Rahmen der Allianz für den freien Sonntag Widerspruch gegen die Allgemeinverfügung der Gemeinde zur Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntags erhoben, nicht jedoch gegen den Frühjahrsmarkt. „Damit bestätigt sich einmal mehr unsere Vermutung, dass offensichtlich viele Anlässe nur vorgeschoben sind, um den Sonntagsschutz zu umgehen“ so Berthold Leinweber, ver.di Geschäftsführer in Osthessen. “Die Rolle des ‘Spielverderbers’ der Allianz für den freien Sonntag zuzuweisen verdreht die Tatsachen”, so KAB Diözesansekretär Michael Schmitt.

Der Gemeinde Eiterfeld müsste, wie mittlerweile allen hessischen Kommunen, hinlänglich bekannt sein, dass Ausnahmegenehmigungen zur sonntäglichen Öffnung von Einzelhandelsgeschäften eindeutigen Vorgaben unterliegen. Darauf wurden die Gemeinden nicht nur durch Schreiben der Allianz für den freien Sonntag aufmerksam gemacht. Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner hatte eine entsprechende Information schon im Mai 2016 an den Hess. Städte und Gemeindebund, den Hessischen Städte- und den hessischen Landkreistag gegeben, die diese Hinweise auch weitergegeben hatten. „Wenn eine Gemeinde dann eine Genehmigung kurzfristig erteilt und es zu einer ebenso kurzfristigen Absage kommt, liegt das Verschulden nicht bei der Allianz für den freien Sonntag, sondern bei der Gemeinde”, erklärte Schmitt. +++

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3 Kommentare

  1. Ich als Mit-Organisator des Frühjahrsmarktes in Eiterfeld finde ihr Vorgehen in Bezug auf unseren Frühjahrsmarkt traurig, beschämend und unchristlich. Sich nun als Heilsbringer hinzustellen ist absurd und lächerlich.
    1. ich arbeite lieber 2 mal im Jahr sonntags 5 Stunden, als jeden Abend bis 22:00 Uhr.
    2. nicht nur Verdi und die KAB haben eine Allianz auch wir Geschäftsleute in Eiterfeld mit unseren Straßenhändlern haben eine solche.Aus diesem Grund wurde der gesamte Markt abgesagt . Alle oder keiner!
    3. wenn ich auf die Homepage KAB-Deutschland schaue, kann man sonntags Seminare besuchen. Arbeitet dort keiner. Verpflegung ,Redner ist das keine Sonntagsarbeit. Seit ihr nur scheinheilige Christen, die Spaß daran haben dem kleinen Unternehmer das Leben noch schwerer zu machen?

    • KAB-das will sie- sie will nun die Öffentlichkeit desorientieren und die Schuld von sich wegschieben. Der Gemeindevorstand der Marktgemeinde Eiterfeld hatte diesen verkaufsoffenen Sonntag genehmigt! Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in Fulda hatte gemeinsam mit ver.di einen Rechtsanwalt in Leipzig beauftragt und diese Genehmigung durch eingelegten Widerspruch so aufschieben lassen, dass am 19.03.2017 kein verkaufsoffener Sonntag mehr stattfinden konnte- sie haben aus der Geschichte gelernt und wollen nun ihre Hände in Unschuld waschen- Pontius Pilatus! …und ihre Schuld anderen zuschustern! Aber dies alles scheint zu spät: Denn gerade eben ist mir mündlich zugetragen worden, dass die KAB auf Grund des massiven Protestes der Eiterfelder Bevölkerung und der Veröffentlichung der Problematik durch die freien Medien, wie z. B. Hessischer Rundfunk, lokalo24.de, ffh, u.a.m. vor Gericht in letzter Instanz gegen die Gemeinde Eichenzell verloren hat! Ist dies nicht wunderschön? Die Unterdrückung des Volkes durch KAB und ver.di scheint nun ein Ende zu nehmen, dank der freien Richter! Die Richter denken wie immer nach und sind Gott sei Dank unbestechlich! Nun hoffe ich, dass alle Eiterfelder, Bebraner, Petersberger, Gründau-Liebloser usw. sich zusammenschließen und gegen die Verantwortlichen von ver.di und KAB eine gemeinsame Schadensersatzklage anstreben. Ich hoffe, dass diese allen benachteiligten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern spätestens mit dem diesjährigen Weihnachtsgeld als Ausfallentschädigung sowie deren Arbeitgeber für deren vorherigen Werbeaufwand zufließt. Dabei sollten die Gerichte in ihren Entscheidungen bedenken, dass diese Summen nicht aus den allgemeinen Steuern, sondern aus den Privatvermögen der Verantwortlichen entnommen werden sollten, denn sonst hat es bei dieser Gruppierung bekanntlich leider keinen Lerneffekt. Schade, dass wir nun 28 Jahre nach unsere Wiedervereinigung so weit gekommen sind. Knuth, du als ehemaliger DDR-Bürger hast mir sehr oft in persönlichen Gesprächen von deinen Erfahrungen in der früheren DDR berichtet, ich hatte es manchmal nicht verstanden…jetzt verstehe ich dich! Auch mir tut es leid für unseren Rechtsstaat und unsere Demokratie, dass sich KAB so aufführt. Ich, als Katholik, bitte dich hiermit um Entschuldigung für dieses Verhalten der Diözese Fulda und insbesondere der KAB, ich denke, dass dort etwas aus dem Ruder gelaufen ist-sicherlich sind nicht alle so, wie der Verantwortliche, es tut mir einfach nur leid!

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