AfD-Chef Meuthen spricht sich für Sonderparteitag aus

Die Aufregung in der Partei wird sich wieder legen

Der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen hat sich für die Durchführung eines Sonderparteitags ausgesprochen. “Ich weiß die Mehrheit der Partei hinter meinem Kurs. Vielleicht ist ein Sonderparteitag dahingehend sogar eine ganz gute Idee zur Klärung der Mehrheitsverhältnisse”, sagte Meuthen “Cicero” auf die Frage, ob er bei einem Parteitag nach dem nun offen ausgebrochenen Richtungsstreit innerhalb der Partei noch eine Chance sehe, wiedergewählt zu werden. Die “Haltungsgemeinschaft”, die sich um das Gedankengut von Björn Höcke schare, habe in der Partei noch nie eine Mehrheit gehabt. Meuthen hatte am Freitag im Bundesvorstand einen Parteiausschluss des Brandenburger AfD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Kalbitz initiiert. Eine daraus resultierende Spaltung der Partei befürchte er hingegen nicht. “Ich glaube, dass wir in kurzer Frist sehen werden, dass sich die Aufregung in der Partei wieder legen wird, weil wir eine Brandmauer nach rechtsaußen wirksam und dicht machen.” Und das gegen Gaulands Wille, der habe “seine Hand immer schützend über Kalbitz und den Flügel gehalten.” Das tue er nun auch. Gauland sitze einem Irrtum auf, wenn er glaube, dass die Annullierung der Mitgliedschaft von Herrn Kalbitz keinen Bestand haben werde. Meuthen betont zudem die Legitimität der Proteste gegen die Corona-Proteste und spricht sich in der Coronakrise für eine “baldige vollständige Öffnung” in Deutschland aus. “Ich glaube, dass der bereits entstandene Kollateralschaden so groß ist, dass wir das nicht ewig tolerieren können. Angesichts der derzeitigen Datenlage glaube ich, dass eine baldige vollständige Öffnung vertretbar ist.” +++

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

[Kommentarregeln hier klicken]

2 Kommentare

  1. Naja, wenn jetzt die AfD sich von ihrem unsäglichen Flügel trennen will, was heißt das denn genau angesichts von Gaulands Feststellung, dass der Flügel die Mitte der Partei repräsentiere? Will sich die AfD jetzt von sich selbst trennen? Also sich auflösen? Oder sich zerlegen? AfD – nur ein Vogelschiss der Geschichte?
    So viel Weisheit hätte ich denen gar nicht zugetraut! Wenn sie es nur hinbrächten!
    Aber selbst dazu scheinen die – frei nach Gauland – Vogelschiss-Hirne nicht in der Lage, wie jetzt die Kalbitz-Affäre zeigt!

  2. Da wirft nun der Faschist und Demokratie-Verächter Höcke – der übrigens kürzlich noch ihm nicht genehme AfD-Mitglieder „ausschwitzen“ wollte – in langer, mittlerweile 100-jähriger, Nazi-Tradition seinem AfD-Bundes-Vorsitzenden Verrat vor, da dieser auf demokratische Weise durch einen Mehrheitsbeschluss im AfD-Vorstand den Ausschluss des Verfassungsfeindes Kalbitz aus der AfD herbeigeführt hat.
    Der Vorwurf „Verrat“ kam in der genannten Tradition einem Todesurteil gleich, das auch umgehend von den entsprechenden Nazi-Schergen umgesetzt wurde!
    Kann man in diesem Sinne Höckes Vorwurf mit einem Aufruf zum Töten gleichsetzen?

Demokratie braucht Teilhabe!