Riexinger nimmt Wagenknecht in Schutz

Bernd Riexinger
Ex-Parteichef Bernd Riexinger

Berlin. Linke-Parteichef Bernd Riexinger nimmt Fraktionschefin Sahra Wagenknecht nach ihren umstrittenen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik in Schutz. „Sahra Wagenknecht hat sich inzwischen korrigiert und ihre Position klargestellt und auch die Parteispitze hat sich zum Thema klar und eindeutig positioniert“, sagte Riexinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die Sache ist damit vom Tisch und es gibt keine Grundlage für Rücktrittsforderungen.“ Wagenknecht hatte nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag von Ansbach erklärt, „dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges `Wir schaffen das‘ uns im letzten Herbst einreden wollte“. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan van Aken hatte daraufhin erklärt: „Wer Merkel von rechts kritisiert, kann nicht Vorsitzender einer Linksfraktion sein.“

Bartsch geht nach Äußerungen zu Ansbach auf Distanz zu Wagenknecht

Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch geht in der Debatte um den Terror-Anschlag von Ansbach auf Distanz zu seiner Co-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht. „Ich begrüße die Richtigstellung von Sahra Wagenknecht heute, habe ihr meine Kritik an ihrer Presseerklärung vom Tag zuvor persönlich und deutlich übermittelt“, sagte Bartsch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wagenknecht hatte nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag von Ansberg erklärt, „dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges `Wir schaffen das‘ uns im letzten Herbst einreden wollte“. Bartsch geht jedoch nicht so weit wie der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan van Aken, der erklärt hatte: „Wer Merkel von rechts kritisiert, kann nicht Vorsitzender einer Linksfraktion sein.“ Diese Forderung teile er nicht, so Bartsch. +++ fuldainfo


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1 Kommentar

  1. Das Problem der modernen Linken ist dass sie nicht mehr mitdenken…

    Es geht nicht mehr um Inhalte. Nicht mehr um konkrete Dinge. Nicht mehr um Fakten.

    Sondern nur noch darum „wie sich das anhört“. Um Emotionen und Gefühle.

    Sahra hat hier Worte benutzt, die nicht eindeutig waren in ihrer Emotionalität und das ist böse. Sehr böse. Denn es ist nicht mehr wichtig was man jetzt genau sagt. Wichtig ist nur die Attitüde, die man damit zur Schau stellt. Und da war Sahra eben nicht korrekt. Viel zu verkopft und zu pragmatisch. Und zu rational. Also „Rechts“!

    Links sein ist heute schon lange keine Lebens-Philosophie mehr. Keine Weltsicht oder Weltanschauung, das ist nur noch ein Lifestyle geworden.
    Und die Linken, die heute immer noch „antiimperialistisch“, „pazifistisch“ oder gar „antimilitaristisch“ und „antiautoritär“ denken oder gar einen individuellen Anarchismus oder ähnliches propagieren, die sind ja nur noch „oldschool“ und müssen ganz dringend was an ihrem Standard ändern.

    Der heutige hippe Linke trägt Carhartt, liebt manchmal Israel und die USA – achtet aber vor allem darauf, dass das, was er so sagt immer zu 100% politisch korrekt ist. Einfach weil genau da drauf auf Twitter & Co. geachtet wird. Inhalte sind eigentlich egal – wichtig ist nur noch wie man es sagt. Und ob man es auf die richtige Weise sagt. Als Antifa ist es nicht mehr wichtig, welche Gedanken man hat. Oder wie man was beurteilt. Wichtig ist nur noch, dass man bei irgendwelchen Veröffentlichungen auch zu 100% korrekt gendert. Und dass man sich mit dem richtigen Vokabular umgibt. Dann kann man auch noch so sexistischen Kackscheiß in die Welt setzen – hauptsache er hat das richtige Vorzeichen und die Aufrufe zur Gewalt und zum mundtot machen richten sich gegen die richtigen Leute…

    Und das ist mittlerweile nicht nur bei den Antideutschen so (die haben diesen Lifestyle nur zuerst praktiziert.. und mittlerweile weite Bereiche der linken Kultur unterwandert und assimiliert), das zieht sich mittlerweile weit durch das linke Spektrum und eben auch durch DIE LINKE als Partei. Hat aber mit dem, was noch vor 20 oder 30 Jahren mal eine linke Position war, wirklich gar nichts mehr zu tun.

    Sahra, als einer der letzten „linken Dinosaurier“ in der Politik, hat da echt mein volles mitgefühl. Wobei ich mich hier auch schon wirklich frage, was sie in dieser Partei noch verloren hat. Die ist nämlich schon lange nicht mehr links.Sondern höchstens noch sozialdemokratisch. Und ungefähr da, wo die SPD vor 30 Jahren mal war….bevor sie zur neoliberalen Rentnerpartei der Umkipper und Rückendolcher wurde.

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