Fracking-Verbot durch Fuldaer Abgeordnete abgelehnt

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Ralf Zwengel (Grüne)

Fulda. Am vergangenen Donnerstag hat das Bundestagsplenum über zwei unterschiedliche Anträge abgestimmt, die zum Ziel hatten, dass Fracking in Deutschland verboten wird: einen von Bündnis 90/Die Grünen und einen von der Linken Partei. Sowohl Birgit Kömpel, SPD, als auch Michael Brand, CDU, haben den Linken-Antrag abgelehnt, beim Grünen-Antrag hat sich Kömpel enthalten, Brand war dagegen. „Wir können das Abstimmungsverhalten der beiden Fuldaer Bundestagsabgeordneten bei dieser Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen“, schreibt der Vorstandssprecher der Fuldaer Grünen, Ralf Zwengel. „Die beiden haben damit der Energiewende einen Bärendienst erwiesen. Entscheidungen zur weiteren Nutzung fossiler Energien dienen doch offensichtlich dazu, die gerade in Fahrt gekommene Energiewende zu umgehen oder auszuhebeln Hier ist leider eine Gelegenheit vertan worden, die Energiewende mit erneuerbaren Energien fortzuführen.“ Das beim Fracking geförderte Erdöl oder Erdgas heizt beim Verbrennen, genau wie Kohle, die Erderwärmung weiter an. Wer fossile Energieträger einschränken wolle, um den Treibhauseffekt zu bremsen, dürfe nicht auf Fracking setzen, so Zwengel abschließend. +++ fuldainfo


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6 Kommentare

  1. Sind die den von allen guten Geistern Verlasssen worden?Mann braucht doch nur in die USA zu schauen.Dort hat man mehr Schäden als Nutzen.Und selbst wenn mann es als Unternehmen betrachtet hat man eingesehen das es mehr kosstet als mann dabei gewinnt.

  2. Die Antwort ist doch klar, oder?
    Arbeitsplätze bei der K+S / Wintershall(auch in Kassel angesiedelt!) und die Gewerkschaft Chemie sind für die beiden Parteien wichtiger als deine oder meine Gesundheit!
    Das nennt man Lobbyarbeit!

  3. Genau, wir ordnen alles den Wirtschaftsinteressen unter, und nach uns die Sintflut. Wohin das führt, sieht man sehr gut bei K & S: Hauptsache, die Aktionäre können Gewinn einstreichen – dass die Abraumhalde noch mindestens 400 Jahre lang steht und salzhaltige Abwässer produziert, kann man da vernachlässigen. Beim Fracking wird das ähnlich werden. Vielen ist offensichtlich NICHT klar, dass Fracking das Grundwasser vergiftet und auf Jahrzehnte hinaus (s. USA) Landschaft und Gesundheit zerstört. Es kann keine umweltfreundliche Fracking-Form geben – warum also zögern CDU und SPD, Fracking abzulehnen?

  4. Na, wo sie Ahnungslosigkeit sehen, weiß ich nicht? Klar ist doch das Fracking den Boden zerstört und somit die Umwelt, und dass die gewonnenen Rohstoffe CO2-Ausstoß zur Folge haben ist doch klar. Die Frage hier ist aber eine ganz andere, im Fuldaer Land ist die Gewinnung von Rohstoffen eine wichtige Säule der Wirtschaft. Ist Herr Zwengel vielleicht zu naiv die Macht der Lobby nicht zu erkennen?

  5. Soso, der Herr Zwengel will jetzt also in der großen Bundespolitik mitmischen. Als Mister 10 Prozent bei der OB-Wahl abgestraft, von seinen eigenen Parteifreunden nicht mal für den Kreistag nominiert, scheint er sich jetzt für die Bundestagswahl zu positionieren. Und wieder glänzt er mit unglaublicher Ahnungslosigkeit. Kein Aushängeschild für seine Partei.

  6. Ein Blick in die USA zeigt eindeutig, was von Fracking zu halten ist. Sollte durch solche Maßnahmen eines Tages die Wasserrationierung durch frackingverseuchtes Trinkwasser von Nöten sein, weiß ich genau, wessen Ration ich kürzen werde.

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