Al-Wazir: Radverkehr erhält höheren Stellenwert in Hessen

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Tarek Al-Wazir (Grüne)

Frankfurt am Main. „Wir räumen dem Radverkehr in Hessen einen höheren Stellenwert ein.“ Das bekräftigte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Samstag bei der Landesversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs Hessen (ADFC) in Frankfurt am Main. Anlass seines Besuchs war das 30-jährige Bestehen des Landesverbands. „Für eine zukunftsfähige und klimaschonende Mobilität müssen mehr Menschen das Auto stehen lassen und aufs Fahrrad umsteigen – nicht nur in der Freizeit, sondern auch für den Weg zur Arbeit. Doch wer den Autositz gegen den Sattel tauscht, will sich sicher, bequem und zügig fortbewegen können. Hier wird das Land verstärkt aktiv, denn mit einer Infrastruktur von gestern kann man keine Mobilität von morgen gestalten. Wir werden deswegen jährlich 4 Millionen Euro in Radwege an Landesstraßen investieren, 25 weitere Radverkehrsprojekte alleine in diesem Jahr fördern und uns verstärkt dem Thema Rad-Direktverbindungen zwischen Städten widmen.“

Wesentliche Impulse für die Förderung des Radverkehrs in Hessen erwartet Al-Wazir von der neuen Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH), die am 17. März erstmals zusammentrifft. „Um den Fuß- und Radverkehr zu stärken, bringen wir Akteure aus Verbänden und der Wissenschaft mit Vertretern der Kommunen und des Landes in einem Kompetenznetzwerk zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft soll die hessischen Städte und Gemeinden dabei unterstützen, gute Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Der ADFC hat nicht nur die Gründung des Netzwerks wesentlich mit vorbereitet, er wird auch für die weitere Arbeit ein kompetenter und wichtiger Partner sein. Seit Jahren setzen sich seine Mitglieder auf lokaler Ebene für eine bessere Situation für Radfahrer ein. Sie sind Experten für die Probleme und Möglichkeiten vor Ort“, sagte der Minister. Er würdigte auch den Einsatz vieler ADFC-Mitglieder für Flüchtlinge: „Überall in Hessen sammeln ADFC-Mitglieder gebrauchte Fahrräder und reparieren sie, damit Flüchtlinge sich in ihrem neuen Umfeld besser fortbewegen können.“

ADFC-Landesvorsitzender Stefan Janke bescheinigte der Landespolitik Fortschritte in der Radverkehrsförderung. „Die Ansätze der letzten Monate sind gut, aber es könnte sich noch mehr bewegen für das Rad in Hessen, andere Bundesländer haben das gezeigt“, bewertete Janke die aktuelle Politik des Landes. Mit Optimismus blickt der ADFC Hessen auf die von Al-Wazir angekündigte AGNH: „Dies ist der Ort, an dem die von uns seit langem geforderte Radverkehrsstrategie für das Land Hessen entstehen kann. Es ist gut, dass das Verkehrsministerium neben Kommunen und Wissenschaftlern auch Verbände wie den ADFC zu den Expertenkreisen der AGNH eingeladen hat.“ Ähnliche Zusammenschlüsse – zum Beispiel Arbeitsgemeinschaften von fahrradfreundlichen und fußgängerfreundlichen Kommunen – agieren seit vielen Jahren sehr erfolgreich in den hessischen Nachbarländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. +++ fuldainfo


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