Ein dramatischer Einsatz bestimmte den Donnerstagabend in Schlitz: Gegen 18.24 Uhr wurde die Feuerwehr mit dem Stichwort F2Y – „Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr“ – zu einem Mehrfamilienhaus alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr Schlitz-Mitte stand eine Wohnung im dritten Obergeschoss bereits in Vollbrand. Wie Stadtbrandinspektor Frank Göbel berichtete, wurden insbesondere das Wohnzimmer und das Schlafzimmer vollständig zerstört.
Um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, rückten neben der Wehr aus Schlitz-Mitte automatisch die Feuerwehr Hutzdorf sowie im weiteren Verlauf die Feuerwehr Schlitz-Süd an. Insgesamt waren rund 55 Einsatzkräfte vor Ort. Aufgrund der Höhe des Gebäudes wurde über eine Drehleiter ein zweiter Angriffsweg auf der Rückseite eingerichtet, um eine effektive Brandbekämpfung aus mehreren Richtungen zu gewährleisten.
Erfreulicherweise kam bei dem Einsatz niemand zu Schaden. Ein Feuerwehrmann, der beim gefährlichen Innenangriff im Einsatz war, wurde vorsorglich vom Rettungsdienst medizinisch untersucht, wobei unter anderem sein Blutdruck kontrolliert wurde. Da keine Verletzungen festgestellt wurden, konnte er entweder wieder in den Einsatz zurückkehren oder wurde anschließend entlassen. Auch ein Bewohner einer benachbarten Wohnung wurde zur Sicherheit behandelt, da der Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation bestand. Der Mann verließ die Behandlungsstelle jedoch auf eigenen Wunsch wieder.
Dass sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte, ist der massiven Bauweise des Hauses geschuldet. Sowohl die Wände als auch die Decke zum Dachbereich bestehen aus Beton, was als effektive Brandschutzbarriere wirkte. Somit blieb der Brand strikt auf die betroffene Wohnung im dritten Stock beschränkt; angrenzende Wohnungen blieben unversehrt.
Die in der Brandwohnung gemeldete Bewohnerin hielt sich zum Zeitpunkt des Feuerwehreinsatzes nicht in der Wohnung auf. Stadtbrandinspektor Göbel bestätigte, dass sie während des Brandes nicht vor Ort war. Die Polizei ermittelt derzeit, wo sich die Frau aufhält und ob sie möglicherweise in einer Klinik untergebracht ist. Zu den genauen Umständen und der Ursache des Feuers liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor; die weiteren Ermittlungen laufen. +++



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