Während die Menschen landauf, landab wegen knapper öffentlicher Kassen auf harte Zeiten und das Sparen eingeschworen werden, sieht der Bund der Steuerzahler Hessen weiterhin reichlich Geld für unnötige Ausgaben vorhanden. Anlässlich der heutigen Vorstellung des neuen Schwarzbuchs 2026/27 wird deutlich, dass Steuergelder nach wie vor fehlgeleitet werden.
Zwei der Verfehlungen – laut dem Verband vermutlich bei weitem nicht die teuersten – sind bereits bekannt geworden. So entstand auf dem Kirmesplatz in Niederhadamar bei Limburg eine neue Toilettenanlage für insgesamt 356.000 Euro. Der Bau umfasst sechs Kabinen für Frauen, zwei für Männer, eine barrierefreie Kabine für Menschen mit Behinderung sowie vier Pissoirs. Genutzt wird die Anlage voraussichtlich an wohl nur sechs Tagen im Jahr. In der Lokalpolitik zeigte man sich von den Kosten wenig beeindruckt, da das Land Hessen das Projekt mit 292.000 Euro unterstützte.
Ein weiterer Fall betrifft die Stadt Neu-Anspach im bereits recht grünen Taunus. Dort wurden fünf Bäume zum Gesamtpreis von 100.000 Euro angeschafft. Als hehres Ziel wurde der Schutz gegen Überschwemmungen angegeben. Als Hauptmotiv für die Aktion erwies sich jedoch wie so oft ein Förderprogramm: Der Bund überwies für das Vorhaben 80.000 Euro. +++





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