Das Freibad Waidesgrund in Petersberg verabschiedet sich mit Spitzenzahlen in die Baustellenpause: Mit 97.340 Gästen wurden 50 Prozent mehr Besuchende gezählt als in den Vorjahren. Im nächsten Jahr wird das Freibad aufgrund einer Generalsanierung geschlossen bleiben. Das vermeldet die Gemeinde in einer aktuellen Mitteilung.
Wenn man dem Hitze-Sommer einen positiven Aspekt abgewinnen will, dann diesen: Das Petersberger Freibad war so gut besucht wie seit Jahren nicht mehr. Fast 100.000 Besucherinnen und Besucher kamen seit dem 1. Mai in den Waidesgrund. In den vergangenen Jahren seien laut Mitteilung lediglich zwischen 65.000 und 70.000 Gäste gezählt worden.
„Ein Freibadbetrieb ist immer vom Wetter abhängig. Es zeigt sich aber einmal mehr die Grundtendenz: Sobald es warm ist, strömen die Leute in unser Freibad. Das beweist uns, dass wir einiges richtig machen – von der Lage über das Personal, die Kioskauswahl, die Pflege der Grünflächen bis hin zu der familiären Atmosphäre“, lässt sich Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes zitieren.
Die Beliebtheit halte auch dem kreisweiten Vergleich stand: Nur das Rosenbad in Fulda ziehe mehr Menschen als das Petersberger Freibad an.
Die meisten Badegäste kamen laut Mitteilung direkt mit Beginn der Sommerferien am 28. Juni ins Schwimmbad Waidesgrund (3372). Auch der 24. Juni (3321), der 30. Juli (3148) und der 25. Juni (3119) seien sehr gut besucht gewesen. Insgesamt wurden 97.340 Gäste gezählt, deutlich mehr als im Vorjahr (65.027), heißt es weiter.
Dank der hohen Besucherzahlen wurden bei den Ticketverkäufen mit 155.000 Euro Rekordeinnahmen erzielt. „Diese Einnahmen ändern nichts daran, dass ein kommunales Freibad ein Zuschussgeschäft ist. Das Defizit liegt bei rund einer halben Million Euro. Die Gemeinde schießt also für jeden Besucher fünf Euro zu“, verweist die Verwaltungschefin.
In Kürze beginnen im Freibad die Renovierungsarbeiten: neue Beckenauskleidung, Modernisierung der Technik, Erneuerung der Sanitärbereiche und Sanierung des Funktionsgebäudes, stehen an, weshalb der kommenden Saison nicht stattgegeben werden kann. Bis zur übernächsten Saison sollen die Maßnahmen jedoch abgeschlossen sein und der Freibadsaison wieder stattgegeben werden.
Mindestens eine Million Euro wolle die Gemeinde für die Maßnahme investieren. Die finanziellen Mittel stammten zum Teil aus Fördermitteln aus dem Sondervermögen des Bundes und aus dem SWIM-Programm des Landes Hessen. Auch weitere Fördertöpfe sollen diesbezüglich angezapft werden. „Dennoch wird es allein vom Investitionsvolumen das größte Projekt, das die Gemeinde jemals finanziell gestemmt hat“, hebt die Bürgermeisterin hervor.
Ausführlich vorgestellt werden sollen die Planungen am 16. November 2026, um 19:00 im Rahmen einer Bürgerversammlung im Propsteihaus. +++
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