Wie viel Wasser in Freibädern täglich verdunstet – Wetter entscheidet über den Verbrauch

Freibad

An warmen Sommertagen verlieren Freibäder allein durch Verdunstung erhebliche Mengen Wasser. Wie hoch dieser Verlust ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben der Wassertemperatur spielen auch die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit, der Wind, die Sonneneinstrahlung sowie die Zahl der Badegäste eine wichtige Rolle. Vor allem Bewegung im Wasser kann die Verdunstung zusätzlich erhöhen.

Unter normalen Sommerbedingungen verdunsten pro Quadratmeter Wasserfläche durchschnittlich zwischen zwei und sechs Litern Wasser am Tag. An besonders heißen, trockenen und windigen Tagen kann dieser Wert auf acht bis zwölf Liter oder sogar darüber hinaus ansteigen.

Bei einem Freibadbecken mit einer Wasserfläche von 1.000 Quadratmetern entspricht das einem täglichen Wasserverlust von rund 2.000 bis 6.000 Litern. Während ausgeprägter Hitzeperioden können es sogar 8.000 bis 12.000 Liter oder mehr sein.

Verfügt ein Freibad über eine gesamte Wasserfläche von etwa 3.000 Quadratmetern, verteilt auf Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Kinderbecken, summiert sich die Verdunstung im Durchschnitt auf etwa 6.000 bis 18.000 Liter pro Tag. Bei extremen Wetterlagen sind auch Verluste von mehr als 30.000 Litern täglich möglich.

Die reine Verdunstung macht jedoch nur einen Teil des gesamten Wasserverbrauchs eines Freibads aus. Hinzu kommen Verluste durch die Rückspülung der Filteranlagen, Spritzwasser, Wasser, das an Badegästen haften bleibt, sowie durch Reinigungs- und Wartungsarbeiten. Aus diesem Grund müssen viele Freibäder insgesamt mehrere Zehntausend Liter Frischwasser pro Tag nachfüllen, obwohl die eigentliche Verdunstung lediglich einen Teil dieser Wassermenge verursacht. +++


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