Es ist nicht neu, dass eine Mannschaft – gerade im Sport – nach einem Höhepunkt nicht mehr die Motivation aufbringt, die ihrer Substanz und Klasse gleichkommt, die in ihr steckt. So oder so ähnlich erging es den Fußballern des Hünfelder SV in den letzten Wochen. Zunächst schlug sie den Meister und Aufsteiger in die Regionalliga, die U21 des Bundesligisten Eintracht Frankfurt; das war am Freitag, 17. April. Zwar raffte sie sich dann noch zum 4:3-Sieg bei Türk Gücü Friedberg auf – auch ein verdammt positiver Fakt. Dem folgten aber drei Niederlagen in Folge, bei 4:12 Toren. Solche Tendenzen kann niemand verhindern. Nicht nur Trainer, aber besonders die, wurmt das schon. Johannes Helmke ergeht es nicht anders. So sagt Hünfelds Trainer vor der Prüfung beim SC Hanau am Samstag (15 Uhr, in Hanau-Wilhelmsbad) klipp und klar: „Wir wollen und müssen schauen, dass wir in den beiden letzten Spielen mit besseren Leistungen rausgehen aus der Saison.“
Es ist das letzte Auswärtsspiel des HSV – der Aufgabe in Hanau folgt zum Abschluss am nächsten Samstag noch das Heimspiel gegen den SC Waldgirmes. Jetzt reist Hünfeld als Achter zum Tabellenzehnten – möglich, dass der Gegner noch einen Punkt oder auch drei Zähler einfahren möchte, um den Klassenerhalt sicher in der Tasche zu haben. Auch für den letzten HSV-Kontrahenten Gießen ging es noch um einiges – an dieser Fußnote beim Spiel im Kopf darf es aber nicht scheitern für Hünfelds Kicker. Sie sollten sich schon vergewissern: In welcher Liga spielen wir denn? Wen vertreten wir eigentlich? Überdies ist es das vorletzte Spiel ihres Trainers Johannes Helmke, der lange genug in vorderster Front stand und fortan dem Duo Benny Fuß und Julian Rohde Platz macht.
Im letzten Spiel gegen Gießen wurde Hünfelds Team erneut daran erinnert, stets alles geben zu müssen – anders funktioniert es in der Hessenliga nicht. „Wir sind gewillt jetzt. Die letzten beiden Partien sind schon ein Anreiz“, verspricht Helmke. Wir gehen davon aus, dass die Spieler ihm das Vertrauen zurückzahlen. „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und positiv auftreten.“ Auch davon gehen wir aus. Es könne sein, schiebt der Coach nach, dass es ein oder zwei Änderungen in der Startelf gebe. Max Vogler und Jannis Maul (beide privat verhindert) fehlen am Samstag. Wer setzt unter diesen Voraussetzungen nicht auf den HSV? +++ rl

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