Die Fußballer des Hünfelder SV haben psychische Arbeit vor sich. Eigentlich haben sie das schon unzählige Male getan, doch jetzt wiederholt sich die Situation halt. Am Mittwochabend wurden sie Pokalsieger des Kreises Lauterbach Hünfeld: Im Finale in Herbstein besiegten sie den Gruppenligisten FSV Vogelsberg mit 3:0; „Maschine“ Marcel Trägler schnürte den x-ten Doppelpack seiner Karriere, Maxi Fröhlich erzielte den dritten Treffer. Jetzt aber sollten sie den viel zitierten Schalter umlegen. Denn am Sonntag steht eine heikle Aufgabe in der Hessenliga an: Der HSV gastiert bei Rot-Weiß Walldorf, Anstoß: 15.30 Uhr.
Der Sieg im Kreispokal bedeutete dem Verein und auch der Mannschaft einiges. Am Ende sei der Ausgang souverän gewesen, bekannte Johannes Helmke. „Vogelsberg aber stand gut und verteidigte gut. Und wenn du selbst einige Chancen nicht nutzt, kann es in solchen Spielen eng werden – zumal der Gegner auch zwei oder drei gute Möglichkeiten hatte. Doch wir hätten auch höher gewinnen können“, schob Hünfelds Trainer nach. „Das war auch unser Ziel, den Pokal zu gewinnen.“ Und nebenbei bedeute der Sieg ja auch die Qualifikation für den Hessenpokal.
Liegt diese Prüfung hinter den HSV-Kickern, wartet sogleich die nächste. Das Ausflugsziel heißt Walldorf am Sonntag. Der Gegner lebe von seiner Intensität, es sei schwer dort auf dem Kunstrasen, weiß nicht nur Helmke. Andererseits wolle der HSV in jedem Spiel das Maximum herausholen – vier Spiele vor Ende der Runde der Runde belegt der Hünfelder SV Rang sechs der Hessenliga. Drei Punkte Rückstand hat der HSV nur auf den Dritten aus Pohlheim – vor den ausstehenden Aufgaben Walldorf, Gießen (H), SC Hanau (A) und abschließend am 30. Mai Waldgirmes in der Rhönkampfbahn.
Doch was alle im engeren Umfeld des HSV wissen, drückt Helmke so aus: „Wir müssen in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen. Aber wir sind weiter hungrig.“ Zudem lautet das Ziel, eine möglichst gute Platzierung zu erreichen am Ende der Saison – für die meisten der Spieler könnte es die mutmaßlich beste ihrer Laufbahn sein. Wenn das kein Anreiz ist. Die Einsatz-Möglichkeiten von Luca Uth, der kürzlich einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen hatte, und Linksverteidiger Leon Zöll, der Achillessehnen-Probleme hat, bleiben offen. +++ rl
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