Landkreis Fulda setzt auf Investitionen und Entlastung der Kommunen

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Der Haushalt 2026 des Landkreis Fulda setzt nach Angaben der Mehrheitsfraktionen klare Schwerpunkte bei Investitionen, kommunaler Entlastung und solider Finanzpolitik. Der Etat wurde am Montag in der Kreistagssitzung in Thalau mit den Stimmen von CDU und FDP verabschiedet.

Nach den vorgelegten Planungen sieht der Haushalt Investitionen in Höhe von insgesamt 77,5 Millionen Euro vor. Die Mittel sollen insbesondere in Schulen, Breitbandversorgung, Straßen und Infrastruktur fließen. CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Hering betonte, trotz einer schwierigen allgemeinen Finanzlage setze der Landkreis weiterhin auf Investitionen in die Zukunft. Bereits in den vergangenen fünf Jahren seien mehr als 150 Millionen Euro in Schulen investiert worden. Diese Linie werde konsequent fortgeführt.

Zugleich stehe sparsames und solides Wirtschaften im Mittelpunkt der Haushaltsplanung. Trotz wachsender Aufgaben baue der Landkreis mit dem neuen Etat Personalstellen ab und unterscheide sich damit nach Darstellung der CDU von vielen anderen hessischen Landkreisen.

Ein zentraler Punkt der Haushaltsdebatte war nach Angaben Herings die vergleichsweise niedrige Kreisumlage. Die Abgaben der Städte und Gemeinden an den Landkreis lägen im Jahr 2026 um 24 Millionen Euro unter dem hessischen Durchschnitt. Seit 2010 seien die Kommunen im Landkreis Fulda durch die niedrige Umlage insgesamt um mehr als 150 Millionen Euro entlastet worden. Diese Entlastung ermögliche es den Städten und Gemeinden, Bürgerinnen und Bürger etwa durch niedrigere Gemeindesteuern zu entlasten.

Auch die FDP sieht in der Finanzpolitik des Landkreises eine besondere Stellung im Landesvergleich. FDP-Fraktionsvorsitzender Mario Klotzsche erklärte, der Kreis nehme mit der niedrigsten Kreisumlage in Verbindung mit einem weiterhin gut ausgestatteten Kreisausgleichsstock eine Spitzenposition in Hessen ein. Die Kombination stelle ein Alleinstellungsmerkmal dar, das Kommunen und damit auch die Bürgerinnen und Bürger trotz schwieriger Rahmenbedingungen entlaste. Das Abstimmungsergebnis zeige, dass CDU und FDP Verantwortung übernähmen und die Handlungsfähigkeit des Kreises sicherten.

Abschließend verwies Hering auf die schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen auf gesamtstaatlicher Ebene. Man bewege sich in „rauer See“, bleibe mit dem beschlossenen Haushalt im Landkreis Fulda jedoch weiterhin auf Kurs. +++


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