Kommunalwahl: SPD Fulda nominiert Wulff und Fischer als Spitzenkandidaten

SPD FD
Ein Teil der Fuldaer Sozialdemokraten mit den Spitzenkandidaten Christine Fischer und Jonathan Wulff (vordergründig im Bild). Foto: SPD Fulda

In einer außerordentlichen Delegiertenkonferenz hat der SPD-Stadtverband Fulda seine Listen für die Stadtverordnetenversammlung sowie mehrere Ortsbeiräte aufgestellt. Zu Beginn der Sitzung betonte der Co-Vorsitzende des Stadtverbands, Dr. Thomas Bobke, die gute Vorbereitung der Partei auf den bevorstehenden Kommunalwahlkampf. „Wir haben uns gut aufgestellt, unsere Themen sind den Bürgerinnen und Bürgern wichtig. Schule, Verkehr und Wohnen sind Themen, bei denen angesichts der derzeitigen Mehrheitsverhältnisse noch Luft nach oben ist“, erklärte Bobke. Mit Jonathan Wulff und Christine Fischer präsentiere man der Delegiertenversammlung ein kompetentes Führungsduo, dem 26 weitere Kandidatinnen und Kandidaten folgen.

Unterbezirksvorsitzender Andreas Maraun ging in seinem Grußwort auf die politische Lage im Land und vor Ort ein. Er hob hervor, dass die SPD eine integrierende Partei sei, die Hass und Hetze ablehne und ihre kommunalpolitische Kompetenz im Stadtparlament unter Beweis stelle. Zugleich bot er die Unterstützung des Unterbezirks für den anstehenden Wahlkampf an.

Vor der Listenaufstellung stellte Fraktionsvorsitzender Jonathan Wulff die inhaltlichen Schwerpunkte der SPD für den Kommunalwahlkampf vor. „Wohnen, Stadtentwicklung, Verkehr, Gesundheitsvorsorge sowie Bildung werden unsere zentralen Themen sein“, erklärte Wulff. Die Stadt wachse, und mit ihr steige der Bedarf an Wohnraum. Insbesondere fehle es an bezahlbarem Wohnraum und an Sozialwohnungen mit dauerhafter Mietpreisbindung. Zudem halte die haus- und fachärztliche Versorgung mit der wachsenden Bevölkerungszahl nicht Schritt. Kommunale Lösungen, etwa Medizinische Versorgungszentren in öffentlicher Hand, könnten hier zur Verbesserung beitragen.

Ein weiteres wichtiges Thema sei die Verkehrsentwicklung in Stadt und Landkreis. Christine Fischer betonte, dass das Auto im ländlichen Raum weiterhin das wichtigste Fortbewegungsmittel sei. „Wir werden es deshalb nicht verteufeln, sondern arbeiten an vernünftigen und umweltfreundlichen Alternativen“, sagte sie. Der Ausbau und die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs seien zentrale Anliegen, wobei dieser für alle Bevölkerungsschichten bezahlbar bleiben müsse. Auch die Sicherheit für Radfahrende im Stadtgebiet sei ein bedeutendes Thema. „Wer oft mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs ist, weiß, wovon ich rede“, so Fischer. +++

Die ersten 16 Kandidatinnen und Kandidaten der SPD-Liste für die Stadtverordnetenversammlung lauten

Jonathan Wulff

Christine Fischer

Dr. Thomas Bobke

Robert Vey

Lea Gerber

Szymon Mazur

Jörg Wettels

Rose Finkler

Volker Oertel

Florian Hütsch

Peter Jennemann

Philipp Garrison

Dominik Schell

Peter Haller

Jonas Vasikonis

Harald Fischer


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3 Kommentare

  1. Offenbar scheint der Fuldaer Sumpf ja doch mittlerweile aufzufallen, wenn ich die beiden vorherigen Kommentare so lese. Das ist gut.
    Schlecht ist jedoch, nur zu meckern und sich selbst nicht zu engaieren – so nach dem Motto „die anderen sollen mal machen …..“

  2. Fulda ist stolz auf seine Dynamik – auf Wachstum, Glanz, Lebensqualität. Doch unter der glänzenden Oberfläche zeigt sich ein anderes Bild: Stillstand im schönen Schein. Stadtentwicklung? Meist ein Stückwerk aus Einzelprojekten, ohne erkennbare Linie, ohne echten Mut zur Veränderung. Transparenz? Nur dort, wo sie niemandem wehtut.

    Entscheidungen scheinen oft längst gefallen, bevor Öffentlichkeit oder gar Opposition überhaupt ins Spiel kommen. Kritische Nachfragen? Fehlanzeige. Stattdessen lieber ein bisschen Harmonie und das gute Gefühl, dass schon alles irgendwie passt.

    Und da ist noch etwas: Auch der Oberbürgermeister scheint ein bestimmtes Medium besonders ins Herz geschlossen zu haben. Neutralität? Eher selten. Manchmal wirkt es, als liefen Pressearbeit und Rathauskommunikation auf einer Spur – zu eng, um wirklich unabhängig zu sein. Kritik findet in diesem Klima schwer Platz, und wer sie äußert, gilt schnell als Störenfried.

    Gerade hier wäre Opposition gefragt – laut, wach, unbequem. Doch auch von dort kommt wenig. Schweigen, Wegducken, Schönreden – als wäre politisches Handeln nur ein Pflichtprogramm zwischen Ausschuss und Empfang.

    Fulda hätte Besseres verdient: mutige Stimmen, die Missstände benennen, statt sie zu umarmen. Eine Stadt lebt nicht von Selbstzufriedenheit, sondern von Streitkultur, Transparenz und Ehrlichkeit. Und genau das wäre endlich wieder nötig – hier, mitten im Herzen der Stadt.

  3. Ganz bestimmt unwahrscheinlich nette Menschen, die wir da sehen! Aber offen gesagt, Opposition, Vision, strategisches Denken und konsequentes Handeln gegenüber der Stadtregierung geht leider gegen NULNULNULL. Da scheinen die Anführer doch mehr an ihre Pöstchen und an harmonische Umarmungen zu denken als an eine Politik für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt! Dabei wäre Opposition sicher hier und da deutlicher als anderswo angebracht!
    Schade, der Niedergang der SPD hier wie überall sonstwo scheint gekommen! Was war das einmal für eine stolze, kämpferische Partei! Da wird klar, weshalb der rechte Sumpf wieder Oberhand gewinnen kann. Es ist zum Heulen. Wacht endlich mal auf!

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