Fulda. Zwei illegale Hanfplantagen mit insgesamt über 400 Pflanzen haben Beamte der osthessischen Polizei am vergangenen Mittwoch in Wohnungen in Eiterfeld und Hünfeld aufgespürt. Die Ermittler des Rauschgiftkommissariats bei der Fuldaer Kripo waren durch einen Hinweis zunächst auf die Spur von drei Personen aus Fulda gebracht worden.
Sie sollten angeblich unerlaubt in einer Eiterfelder Wohnung Rauschgift anbauen. Die Ermittlungen erhärteten diesen Tatverdacht. Daher beantragte die Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse für zwei Wohnanschriften der Beschuldigten in Fulda sowie für die Anschrift der mutmaßlichen Plantage. Bei der Vollstreckung dieser Beschlüsse am Mittwoch waren neben Beamten der Kriminalpolizei auch Kollegen der Polizeistationen Fulda und Hünfeld sowie der Bereitschaftspolizei aus Mühlheim beteiligt.
Sie entdeckten in Eiterfeld tatsächlich insgesamt 120 Hanfpflanzen sowie umfangreiche Gerätschaften, die man für den Betrieb einer professionellen Hanf-Plantage benötigt. Bei den Durchsuchungen der Wohnungen in Fulda ergaben sich konkrete Hinweise auf eine weiteren möglichen Hanfanbau in einer Wohnung in Hünfeld. Daher erweiterte das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Durchsuchungsbeschlüsse auch auf diese Wohnung. Dort stellten die Ermittler nochmals 300 Pflanzen sicher.
Die Polizei nahm insgesamt sechs Personen im Alter von 25 bis 58 Jahren vorläufig fest. Da keine Haftgründe vorlagen, wurden sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß entlassen. Sie alle müssen sich wegen des Verdachts des bandenmäßigen illegalen Anbaus von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verantworten. Aus den sichergestellten Pflanzen lässt sich eine Menge von rund 15 Kilogramm Marihuana herstellen. Dies hat einen Straßenverkaufswert von über 150.000 Euro, so Polizei und Staatsanwaltschaft. +++ fuldainfo

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