Berlin. Der frühere Hamburger Wissenschaftssenator und jetzige Vorstand der Bertelsmann-Stiftung Jörg Dräger sowie der Bildungsexperte Ralph Müller-Eiselt fordern, in Deutschlands Schulen flächendeckend WLAN einzuführen, um den digitalen Rückstand im deutschen Bildungswesen aufzuholen. Die beiden Experten warnten davor, dass das deutsche Bildungssystem in puncto Digitalisierung weltweit ins Hintertreffen gerate: „Orientierten sich einst andere Länder an der deutschen Reformpädagogik, so ist unser Bildungssystem inzwischen in Gefahr, abgehängt zu werden“, schreiben Dräger und Müller-Eiselt in einem Beitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“.
Die Ausstattung der Schulen mit WLAN koste „einige Hundert Millionen Euro pro Jahr, ist aber eine geringe Investition, verglichen etwa mit dem milliardenschweren Ganztagsausbau.“ Zudem sollten alle Lehrer in Sachen Digitalisierung fortgebildet werden. „Es reicht nicht aus, wenn einzelne Lehrer eine Fortbildung machen; ganze Lehrerkollegien müssen hinzulernen.“ Weiterhin sollten die führenden technischen Universitäten Deutschlands, die sogenannten TU9, ein „digitales Ingenieurstudium `Made in Germany` global positionieren und sich so gegen die Übermacht der amerikanischen Angebote stemmen“, so die Bildungsexperten. +++ fuldainfo
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