Berlin. Sachsens früherer Ministerpräsident Kurt Biedenkopf stützt angesichts des Versagens der EU-Institutionen Angela Merkels Vorgehen in der Flüchtlingspolitik. „Angela Merkel führt und ich bewundere sie dafür. Aber sie wird schon angefeindet, wenn sie sagt `Wir schaffen das`. Das ist absurd! Sie muss doch wenigstens daran glauben dürfen, dass wir das schaffen!“, sagte der Biedenkopf im Gespräch mit der „Welt“. „Beim Euro ist ihr der Brückenschlag zur Empathie und zu Gefühlen nicht gelungen. Wer entwickelt auch schon Empathie für abstraktes Geld. Aber als die Flüchtlinge kamen, hat sie erkannt: Das ist eine wirkliche Zeitenwende. Sie wird Europa verändern und seine Rolle in der Welt“, sagte der CDU-Politiker weiter. Das liege auch an Merkels spezifischem Machtverständnis. „Angela Merkel hat eine andere Beziehung zur Macht als Kohl. Für ihn war Macht etwas, das er für sich persönlich wollte. Deshalb wollte er sie unreflektiert, und wenn er glaubte, jemand könne sie ihm streitig machen, war er unerbittlich.“ Merkel sei anders. „Für sie ist der Besitz von Macht eine Bedingung politischer Führung. Aber kein Lebensziel.“ +++ fuldainfo
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