Dipperz. Die CDU in Dipperz lud am Mittwoch Abend, anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums, nach Dipperz im Landkreis Fulda ein. Zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft, darunter der ehemalige hessische Wirtschaftsminister und ehemalige Oberbürgermeister von Fulda Alois Riehl, der zugleich auch in Funktion als Hauptredner und Ehrengast zur Veranstaltung stieß, der Hessische Landtagsabgeordnete Markus Meysner, der ehemalige Hessische Landtagsabgeordnete und ehemalige Vorsitzende der CDU-Kreisfraktion Norbert Herr sowie Bürgermeister Klaus Dieter Vogler (parteilos) und dem öffentlichen Leben, waren der Einladung ins Bürgerhaus nach Dipperz gefolgt.
Nach kurzen Eröffnungsworten durch Gerhard Koch, Vorsitzender der CDU-Gemeindevertretung, der die Dipperzer Vereine und Verbände, im Besonderen den Gemeindeverband der CDU Dipperz und dessen gute Verbindung zu den Bundes-, Landes-und Kreistagsabgeordneten würdigte, thematisierte der ehemalige Wirtschaftsminister von Hessen und Oberbürgermeister von Fulda a. D., Dr. Alois Rhiel, in seiner Rede das essenzielle Wesen der Kommunalpolitik. „Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Jubiläumsgäste: Die CDU in Deutschland hat Geschichte geschrieben“, mit diesen Worten begrüßte der ehemalige hessische Wirtschaftsminister und Oberbürgermeister von Fulda a. Dr. Alois Rhiel die Gäste der CDU-Jubiläumsfeier. „Sie hat Geschichte geschrieben, dadurch, weil diese CDU, als christlich demokratische Union, eine der spektakulärsten und erfolgreichsten Parteiengründungen in der Parteigeschichte Deutschlands und auch Europas überhaupt war“, so der rhetorische Auftakt des ehemaligen hessischen Wirtschaftsministers.
Im Jahre 1965 wurde die CDU in Dipperz gegründet, dies sei nach Rhiel nicht nur eine konventionelle Gründung einer Partei, die einfach so vor sich hinlebte, gewesen, sondern dessen Mitglieder wären beseelt von dem Gedanken gewesen, auch Verantwortung zu übernehmen. „Die CDU 1945 bis 1950 war anfangs sehr stark geprägt durch die Leitfigur des ersten Bundesvorsitzenden und Bundestagsbegründers Konrad Adenauer, sodass man noch in der Ära Helmut Kohl von einer Kanzlerpartei sprach. In der Zeit nach Adenauer, als bewusst wurde, dass das Dringen auf politischen Inhalt, um die Gestaltung auf allen Ebenen des Staates und in den Ländern, aber auch in den Kommunen, es nicht nur Parteien geben muss, die von einer breiten Mitgliederschaft getragen werden, sondern, dass gerade die Inhalte von einer Partei, und mit ihnen auch ihre Grundsätze, eine große Rolle spielen“, so der ehemalige Fuldaer Oberbürgermeister. Nach Rhiel solle mit diesen Grundsätzen, diese auch bei jener Unionsgründung elementar beheimatet gewesen seien, auch eine Gesellschaft geschaffen werden. In dieser Gesellschaft sollen Parteien vor allem davon absehen, „sich gegenseitig zu verfleischen“, dies sollte sich ergeben, „weil der Christliche Glaube die Basis für politisch-öffentliches Handeln ist und diese Menschen, auf der Basis des Christentums zusammenschweißen sollte“, so das Statement des hessischen Wirtschaftsministers a.D. So kam es zur Parteigründung der CDU, die sich als „Kraft aus der Mitte“ verstand; Als eine liberale, als eine konservative, vor allem aber, als eine christliche Partei. „Ich glaube, dass Politik und Vertrauen in die Politik, von zwei ganz wesentlichen Punkten abhängt: Es ist doch bei beiden Punkten das Stichwort Vertrauen, das einmal durch Personen, durch handelnde Personen und deren Integrität und Verlässlichkeit, hervorgerufen wird. Aber auch diese Verlässlichkeit muss auch für die Inhalte gelten und dabei dürfen wir nicht verwechseln: Dass es in erster Linie vielleicht um Inhalte, Ansatzpunkte und Entscheidungsprozesse, wie etwas wie umgesetzt wird geht, aber das Vertrauen gegenüber einer politischen Gruppe und deren dort handelnden Menschen, speist sich in aller erster Linie und vor allem aus den Werten, aus den Grundsätzen, die diese Partei verfolgt. Die Werte, die sie den Tagesentscheidungen zugrunde legt, alles, was wir situativ in politischem Tagesgeschehen tun, muss uns zunächst einmal immer wieder zu dem Gedanken führen, ist dies und wie es ist, einzuordnen und auch zu begründen, mit den Grundsätzen, die für uns geltend sind? Ein solches Jubiläum wie heute, ist immer auch ein dankbarer Rückblick“, so Alois Rhiel. Als wichtig erachtete es der Diplom-Volkswirt, dass ein solcher Jubiläumstag Bestandsaufnahme sein müsse, um die Weichen und Perspektiven für die Zukunft zu stellen.
Desweiteren fokussierte Rhiel in seiner Rede die Soziale Marktwirtschaft. „Soziale Marktwirtschaft, staatliche Ordnung, aber auch kommunale Ordnung, sowie sie die CDU versteht und so, wie sie durch CDU-Politik gestaltet worden ist- genauso war es bei der Parteigründung- diese sich auch auf das Menschenbild bezog- und dieses Menschenbild, was uns leitet. Mit diesem Menschenbild meine ich, dass jeder Mensch seine eigene Würde hat, dass jeder Mensch frei ist und dass jeder Mensch aufgerufen ist, Verantwortung für sich, aber auch für die Gemeinschaft, zu übernehmen; Und dass wir auch aufgerufen sind, uns in dem Maße, wie es uns eben möglich ist, für diejenigen einzusetzen, die aus eigener Kraft nicht zu den Starken gehören, sondern unserer Hilfe bedürfen. Recht auf Freiheit bedeutet also auch, Recht und Pflicht, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen.“ +++ fuldainfo | jessica auth







Es hat schon viele Prominente gegeben, die mit schönen Reden vorgaben, moralische Werte zu vertreten. Beispiele: Uli Hoeness, Alice Schwarzer, Klaus Zumwinkel u.v.a.
Irgendwann stellt sich dann heraus, daß diese „hochmoralischen“ Prominenten“ auch ihre dunklen Seiten hatten: Sie haben schlicht und einfach den Staat betrogen.
Und DAS es rauskommt, ist nur eine Frage der Zeit! Das gilt für jeden, der sich als Moralapostel aufspielt!
Ich sage nur: Kaiserwiesen!
Da gebe ich Herrn Rhiel recht, leider sieht die Realität heute anders aus. Der Mensch dient eindeutig der Wirtschaft. Es geht nur noch um Wachstum und Profit, der Mensch bleibt auf der Strecke.