Weiterer Einsatz am Dannenröder Forst

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Die Polizei hat am Mittwoch ihren Großeinsatz im Dannenröder Forst fortgesetzt. Wahrscheinlich wird es aber heute noch keine Rodung geben, so ein Pressesprecher der Polizei. Auf dem Programm stehen die weitere Räumung von Barrikaden auf den Zufahrts- und Rettungswegen sowie die Beseitigung von potenziellen Gefahrenquellen.

Bereits Gestern wurden im südlichen Bereich des Dannenröder Forstes Logistikarbeiten durchgeführt, die durch die Polizei begleitet wurden. Dort soll ein Logistikbereich auf der geplanten Autobahntrasse außerhalb des Waldes eingerichtet werden, der dazu dienen soll, Baumaschinen sicher abzustellen und als Logistikzentrum für die Einsatzkräfte zur Verfügung zu stehen. Es konnten bislang mehrere Gittertransporte problemlos durchgeführt werden. Auch die Beleuchtung wurde bereits in Teilen angebracht. Die Arbeiten sind gut fortgeschritten. Daneben betraten Polizeikräfte in den frühen Morgenstunden den nördlichen Dannenröder Forst, um offensichtliche Gefahrenquellen zu identifizieren und zu beseitigen.  

Dabei agierte die Polizei überwiegend am Boden und beseitigte verbotene Barrikaden und Bauten zum Schutz aller Beteiligten. Ausgehobene Gräben und Löcher wurden aufgefüllt und die Wege (zum Teil auch Rettungswege) wieder nutzbar gemacht. Ein Autobahngegner versuchte, sich in einer künstlichen Höhle zu verbarrikadieren. Er wurde festgenommen und nach seiner Identitätsfeststellung wieder entlassen. Am Niederkleiner Pfad versuchten 8 Personen in der Mittagszeit, eine Baumaschine zu besetzen. Die Polizei unterstützt jede Form friedlichen Protestes, geht jedoch auch konsequent gegen Störer vor. Die Personengruppe hatte mehrfach versucht, das Arbeitsgerät vehement zu besteigen, so dass ein Schlagstockeinsatz durch die Polizei notwendig war. Ein Autobahngegner verletzte sich dabei nach derzeitigem Kenntnisstand am Kopf. Eine medizinische Versorgung war gewährleistet. Zur weiteren Abklärung befindet sich die Person in einem Krankenhaus.

Im Wald wurde gegen 15.30 Uhr ein Mann festgestellt, der mit eingegipsten Armen einen Baum umarmte. Aktuell wird durch medizinische Fachkräfte der Gesundheitszustand der Person überprüft. Es gab vereinzelt Steinwürfe und auch Pyrotechnik wurde in Richtung der Einsatzkräfte gezündet. Zum Glück gab es keine Verletzten. Daneben standen wir mit den Ausbaugegnern im Austausch.  Insgesamt wurden heute acht Ermittlungs- sowie 15 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. 17 Personen wurden in Gewahrsam genommen und zum Teil bereits nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. +++


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