Der Bund verzeichnet einen Antragsrekord für die Förderung von Elektroautos. Das berichtet „Bild“ unter Berufung auf Angaben aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Demnach wurden allein im Oktober 32.324 solcher Anträge eingereicht. Das seien dreimal so viele Anträge wie im Vorjahresmonat. Seit Juli dieses Jahres sind den Angaben zufolge bereits mehr als 100.000 Anträge gestellt worden.
Das sei mehr als die Gesamtzahl des Vorjahres. Mit dem sogenannten Umweltbonus werden reine Elektroautos, sowie Hybrid- und Wasserstoff-Fahrzeuge gefördert. Zur Bearbeitung der Vorgänge hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Zahl der zuständigen Mitarbeiter um 40 Prozent aufgestockt. Wie die „Bild-Zeitung“ schreibt, soll ab 16. November zudem die Kombination des „Umweltbonus“ mit anderen öffentlichen Förderprogrammen wieder möglich sein. Eine solche Kumulation war seit 8. Juli untersagt. Der Kauf eines Plug-in-Hybridautos wir d von der Bundesregierung und den Fahrzeugherstellern mit bis zu 6.750 Euro gefördert. Für reine E-Autos erhalten Käufer bis zu 9.000 Euro Zuschuss. Der staatliche Anteil an der Förderung war im Juli 2020 als Teil des Corona-Konjunkturpakets verdoppelt worden. Diese Verdoppelung gilt bis Ende 2021.
VDA-Präsidentin will keine Verbrennerprämie mehr fordern
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) wird bei dem in zwei Wochen stattfindenden Autogipfel der Bundesregierung nicht mehr auf eine Kaufprämie für Pkws mit Verbrennungsmotoren drängen. „Da gibt es derzeit keinen Diskussionsbedarf“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Corona-Pandemie hat laut Müller in Europa bei Pkws zu einem Umsatzminus von 25 Prozent geführt, bei Nutzfahrzeugen von etwa 30 Prozent. Während sich die oberste Autolobbyistin mit den bisherigen Hilfen der Bundesregierung zufrieden zeigte, kritisierte Müller, dass der Wiederaufbauplan der EU noch nicht umgesetzt ist. „Vor Mitte nächsten Jahres wird das wohl auch nichts.“ Das dauere alles viel zu lange. „Die Wirtschaft ist jetzt in der Krise, sie braucht jetzt Hilfe, damit die Unternehmen und Jobs erhalten bleiben“, sagte die VDA-Chefin. Auch das geplante EU-Flottenerneuerungsprogramm, mit dem beispielsweise Dieselbusse im öffentlichen Nahverkehr ausgetauscht werden sollen, hinke hinterher. „Angekündigt ist das alles, es wird nur nicht umgesetzt.“ Da müsse die EU schneller werden. „Das ist wichtig gerade für finanzschwache Kommunen“, sagte Müller. +++

Hinterlasse jetzt einen Kommentar