Fulda. Die SPD Fulda-West wendet sich in einer Mitteilung entschieden gegen Pläne, einen möglichen Wertstoffhof im Fuldaer Münsterfeld maßgeblich über Maberzell und die dortige Rittlehnstraße anbinden zu wollen. Wenn der Magistrat in Person des Stadtbaurats einen alternativen Standort für den Wertstoffhof in der Fulda-Aue suche, sei das legitim und vielleicht auch notwendig, so die SPD in ihrer Mitteilung.
Man dürfe aber nicht verkehrliche Probleme an der einen Stelle lösen wollen, um dann aber an anderer Stelle in Maberzell massive Verkehrsbelastungen herbei zu führen. Nach Ansicht des Ortsverbandsvorsitzenden Peter Makowka, sei die Maberzeller Rittlehnstraße schon jetzt sehr stark frequentiert. Fast 70 Busse täglich, der Durchgangsverkehr auf der L3418 von und nach Haimbach und der Anlieferverkehr für den Schredderplatz „Zum Sportplatz“ verursachten bereits ein hohes Verkehrsaufkommen. Den Anliegern der Rittlehnstraße komme auch noch die „besondere Ehre“ zu, die durch schlechte Straßenoberfläche verloren gegangene Ladung der anliefernden Kfz (Laub, Äste, Zweige) regelmäßig entsorgen zu dürfen.
Der OV Vorsitzende spricht sich damit klar gegen Überlegungen aus, Maberzell sowohl im Norden mit dem Schredderplatz als auch im Süden mit einem Wertstoffhof zum Kreuzungspunkt des städtischen Entsorgungstourismus machen zu wollen. „Wenn schon eine Verlegung des Standortes in den Fuldaer Westen, dann schon richtig – nämlich in den Industriepark Fulda-West!“, so Makowka zum Ende der Mitteilung. +++

@Niniane
Nur leider klappt das mit der Abholung schon jetzt vorn und hinten nicht: viele stellen ihre Elektrogeräte immer noch beim Sperrmüll dazu. Und wenn dann mal ein alter Fernseher zur Abholung bereit gestellt wird, plündern Wertstoffsammler oft die Geräte, sodaß bei der Abholung nur noch die Bildröhre übrig ist.
Ein Wertstoffhof in der Stadt Fulda mit guten Anbindungsmöglichkeiten sowohl per Bus als auch mit dem Auto wäre daher optimal. Aber dafür gibt die Stadt Fulda wohl kein Geld aus.
Die Verkehrssituation am jetzigen Standort ist katastrophal. Völlig richtig von der Stadt, etwas anderes zu suchen. Für Kleinelektroschrott gibt es Sammlungen. Großgeräte werden nach Anruf unter einer Servicenummer abgeholt. Also muss niemand sein Zeug in die Landschaft werfen. Ein Wertstoffhof im Industriepark West ist daher völlig in Ordnung. Für Leute, die kein Auto haben, liegt auch der jetzige Standort zu abseits.
Man sollte sowohl bei der SPD als auch beim Magistrat mal daran denken, daß nicht alle Menschen in Fulda ein Auto haben oder sich eines leisten können. Eine Verlegung des Wertstoffhofs aus der Stadt Fulda raus nach Maberzell oder den Industriepark West wird langfristig bedeuten, daß viele Menschen dann eben ihre Alt-Elektrogeräte und sonstige Wertstoffe einfach irgendwo im Gelände entsorgen oder zum Sperrmüll stellen.
Es ist ja bekannt, daß weder die SPD noch die CDU sich wirklich um bürgerfreundliches ökologisches Handeln in Fulda bemühen, da sowas eben nicht auf deren Agenda steht.
Aber zumindest von den Grünen würde ich in dieser Diskussion mal erwarten, daß sie sich eindeutig für einen, auch mit dem Bus erreichbaren Standort einsetzen.
Denn sonst können wir das ganze Konzept Wertstoffhof Fulda vergessen. Dann macht es eben so wie andere Länder auch: alles wild entsorgen, verbrennen oder in die Fulda schmeissen. Wen kümmerts?