Berlin/Stuttgart. Das alternative Bahnunternehmen „Locomore“ hat am Mittwoch den Betrieb aufgenommen. Der erste Zug des Berliner Eisenbahnverkehrsunternehmens ist am Morgen in Stuttgart gestartet. Rund 1300 Personen haben via Crowdfunding den Start des neuen Fernzuges ermöglicht. „Nun geht es darum, dass möglichst viele Leute einsteigen und sich von unserem neuen Fernzugprodukt überzeugen lassen,“ so der geschäftsführende Gesellschafter Derek Ladewig. „damit wir zusammen aus Locomore eine Erfolgsgeschichte machen“. Ab heute bietet der Locomore den Reisenden einen Alternative nicht nur zur DB Fernverkehr, sondern auch zu Pkw, Fernbus und Flieger mit Unterwegshalten in Vaihingen, Heidelberg, Darmstadt, Frankfurt (Main) Süd, Hanau, Fulda, Kassel-Wilhelmshöhe, Göttingen, Hannover und Wolfsburg.
Und in Berlin erhält der Bahnhof Zoo mit Locomore wieder einen Fernverkehrshalt, ferner wird in der Bundeshauptstadt am Hauptbahnhof, am Ostbahnhof und in Lichtenberg gehalten. Mit modernisierten klassischen Reisezugwagen und maximal 200km/h ist der Locomore deutlich schneller als der Fernbus und nur wenig langsamer als der ICE und mit 100% Ökostrom des Ökostrompioniers NATURSTROM unterwegs. Ab 22 Euro können Reisende Tickets inklusive Sitzplatzreservierung für die Gesamtstrecke von Stuttgart über Frankfurt und Hannover nach Berlin erwerben. Auf Kurzstrecken, wie z.B. Heidelberg-Frankfurt, bietet Locomore Tickets ab 7 Euro an. Strecken wie Frankfurt- Hannover gehen ab 13 Euro in den Verkauf, Hannover – Berlin ab 10 Euro. Die Preise liegen immer innerhalb einer fairen Preisspanne, im genannten Beispiel der Strecke Stuttgart – Berlin zwischen 22 Euro und 65 Euro. Auch ohne BahnCard bezahlen Spontanfahrer bei Locomore immer weniger als den BahnCard 50 ICE Flexpreis der Bahn.
Zahlreiche Unterwegshalte wie Heidelberg, Darmstadt, Kassel oder Göttingen bereichern das Angebot und bieten nicht nur für Studenten attraktive Reisemöglichkeiten, z.B. um sich am Wochenende in der Hauptstadt vom Uni-Stress zu erholen. Wer auf sportliche Aktivitäten setzt und gerne multimodal unterwegs ist, wird sich über die reservierungspflichtige Fahrradmitnahme im Locomore freuen. An Bord schafft Locomore u.a. durch kostenloses WLAN ein überzeugendes Reiseerlebnis. Die Fahrgäste können sich für Sitze im klassischen Abteil oder im modernen Großraumbereich mit neuen Ledersitzen entscheiden. Außerdem stehen die 5 individuelle Reisebereiche Basic, Ruhe, Familie, Themen oder Business zur Wahl. In den einzigartigen Themenabteilen, wie z.B. „Kaffeeklatsch“ , „Skatspielen“ oder „Start-up Networking“ schafft Locomore einen Raum für Begegnung und ermöglicht den Reisenden das Führen von inspirierenden Gesprächen und das Kennenlernen von neuen Menschen.
Wer mehr Platz zum Arbeiten oder Entspannen benötigt, kann sich zu Preisen zwischen 13 Euro und 98 Euro für einen Platz im Businessabteil entscheiden. Dort werden nur jeweils 3 der 6 Abteilsitze belegt, Snack- und 2 Getränke sind inkludiert. Abgerundet wird das Reiseerlebnis von Locomore durch ein überwiegend öko-faires Catering am Platz, ebenfalls mit attraktiven Preisen, den Becher Kaffee gibt es ab 1,80 Euro. LOCOMORE sieht sich nicht primär als Konkurrent zu anderer Bahnunternehmen in Deutschland, sondern glaubt vielmehr an die Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung des Schienenfernverkehrs als Ganzes durch Wettbewerb und neue Ideen. An diese Mission glauben auch die zahlreichen Unterstützer, die das Unternehmen mittels Crowdfunding überhaupt erst zum Leben gebracht haben. Hierzu Derek Ladewig, geschäftsführender Gesellschafter: „Als weltweit erstes crowdfinanziertes Bahnunternehmen verkörpern wir den Wunsch vieler, den Fernverkehr auf der Schiene durch mehr Vielfalt weiterzuentwickeln und kundenorientierter zu gestalten.“ +++

Auch auf dem allseits beliebten regionalen Blättchen prangert heute auf Seite 1 ein „Crowdfunding-ZUG“. Ich kann es nicht glauben! Mehr als eine Notiz im Wirtschaftsteil ist das Ereignis nicht Wert! Was ist nur los, dass hiervon selbst nichtssagende Fernseh- und Videobeiträge produziert werden? Macht es wie die Verbraucher, abwarten, was daraus wird, dann kann man eine Geschichte daraus machen. Was ist, wenn die in ein paar Monaten wieder von der Bildfläche verschwunden sind? Man muss sich ja nur den Busmarkt anschauen.
OH! Seid ihr nicht an den Bahnhof geflitzt?