An der Vogelsberger Akademie für Gesundheitsberufe (VAG) in Alsfeld sind kürzlich 25 Fach- und Hilfskräfte verabschiedet worden. Nach drei Jahren Ausbildungszeit verließen acht Pflegefachkräfte die Akademie; 17 Alten- und Krankenpflegehilfskräfte waren es nach einem Jahr Ausbildungszeit, worüber der Vogelsbergkreis in einer Mitteilung informiert. Der offiziellen Verabschiedung waren neben dem Ersten Kreisbeigeordneten und Sozialdezernenten Patrick Krug, der Referent der Geschäftsleitung und Prokurist des Krankenhauses sowie der VAG Jan Klassert Freunde und Familie der Absolventen gefolgt.

„Sie alle blicken auf eine Zeit voller Herausforderungen und Erfolge zurück, aber auch voller Zweifel und Unsicherheit. Doch nun ist es geschafft. Darum feiern wir Sie heute!“, betonten Schulleiterin Karen Heipel und Schulleiter Thomas Müller bei der Begrüßung. „Auf unterschiedlichen Wegen haben Sie Ihr gemeinsames Ziel erreicht – und dabei in Ihrer Ausbildung sowie für Ihre berufliche Zukunft den Menschen in den Mittelpunkt gestellt“, merkte Müller an. Zur Pflege gehören umfangreiches Fachwissen und stetig weiterentwickelte Prozesse, doch ebenso wichtig sind eine große Portion Fürsorge, Aufmerksamkeit und der genaue Blick auf Menschen in ihren schwierigsten Lebensphasen. „Ein Händedruck, ein Gespräch, etwas Zeit und ganz viel Empathie – das ist es, was Pflege ausmacht“, betonten Heipel und Müller unisono.
Anschließend gratulierte Sozialdezernent Krug den frisch gebackenen Fachkräften. „Sie haben einen Beruf gewählt, der sich durch eine ganz besondere Nähe zu Ihren Mitmenschen auszeichnet und zahlreiche berufliche Perspektiven eröffnet. Denn es wird immer Menschen geben, die auf Hilfe angewiesen sind. Sie verfügen nun über das Rüstzeug, das sie benötigen, um Menschen auf dem gesamten Lebensweg zu begleiten. Sie haben viel Zeit investiert, geschwitzt, gebangt und sich vielfältige Erfahrungen erarbeitet. Vergessen Sie nicht, warum Sie sich für diesen tollen Beruf entschieden haben.“
Den guten Wünschen schloss sich auch VAG-Prokurist Jan Klassert an. „Sie haben sich großen Respekt verdient, da Sie sich umfassende Kompetenzen erarbeitet haben. Alle haben erfahren können, wie wichtig es ist, im Team zusammenzuarbeiten. Und Sie sind in der Regel die erste Ansprech- und Vertrauensperson für die Menschen – oft in schwierigen Situationen. Vielen Dank für diese wichtige berufliche Entscheidung und alles Gute auf Ihrem beruflichen Weg.“
Abschließend blickten die drei Kursleitungen Katja Kantor, Laura Schlauch und Susanne Reese auf die gemeinsame Zeit mit dem Kurs für Pflegefachkräfte und den beiden Pflegehilfekursen zurück. „Mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Erwartungen sind die Kurse in die Ausbildung gestartet, haben umfassendes Wissen erworben, aber sich auch menschlich weiterentwickelt. Die Absolventen haben gelernt, empathisch und geduldig zu arbeiten. Weiter haben sie sich menschlich weiterentwickelt und den Grundstein für ihre berufliche Laufbahn gelegt.“ Die Kursleiterinnen betonten, dass die Ausbildung auch herausfordernde Phasen hatte.
Kursleiterin Susanne Reese gab den frischgebackenen Fachkräften schließlich noch einen wichtigen Impuls mit auf den Weg: „Man kann den Blutdruck korrekt messen, ohne dabei zu erkennen, dass der Patient Angst vor der Gesamtsituation hat. Das Fachliche ist das eine, Einfühlungsvermögen das andere“, führte sie aus. „Schauen Sie genau hin, denn aus Ihrer Beobachtung wird die Verantwortung für die Ihnen anvertrauten Menschen.“ +++

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