19. Gartenfest Schloss Fasanerie: Wo Altbewährtes auf neue Ideen trifft...

Gartenfest

Eichenzell. Das Fürstliche Gartenfest Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda (18.- bis 21. Mai 2018; Pfingsten) steht in diesem Jahr unter der Themenüberschrift „Lust auf Lilien“. Getreu diesem Leitspruch, gibt es auf dem weitläufigen Gelände als auch im Schloss, für Pflanzen- und Naturliebhaber, als auch für kunsthistorisch Interessierte vielerlei Wissenswertes und Interessantes zu entdecken und vernehmen. Gartenfestorganisatorin Anja Heil und Elisabeth Schrimpf vom Tourismus- und Kongressmanagement Fulda gaben bei der Pressekonferenz vor Kurzem auf Schloss Fasanerie einen kleinen Einblick, was die Besucher beim diesjährigen Fürstlichen Gartenfest Schloss Fasanerie erwartet.

Gartenfestorganisatorin Anja Heil174 Aussteller, eine ähnliche Größe wie schon die Jahre davor – darunter viel Altbewährtes, aber auch einige Neuerungen – erwarten die Besucher des Fürstlichen Gartenfestes Schloss Fasanerie. Das Gartenfest an sich, findet in diesem Jahr zum 19. Mal statt. „Dass man beim Gartenfest Altbewährtes wieder aufleben lässt, darauf legen unserer Besucher großen Wert. Die Mischung aus Altbewährtem und Neuem ist es, was unser Gartenfest so erfolgreich und bei den Besuchern so beliebt macht“, weiß Gartenfestorganisatorin Anja Heil, die in ihrem Grußwort auf das 20-jährige Jubiläum im kommenden Jahr verweist.

Auch das diesjährige Sonderthema „Lust auf Lilien“ sei, wie sie sagte, bei einem Treffen des Gartenfestkommittees entstanden. Zwei bis drei Mal jährlich treffen sich Gartenexperten zur Themenbesprechung. Das Thema „Lilien“ wollte - zumal es nach den Worten der Gartenfestorganisatorin, ein „wunderbares botanisches Thema“ ist, auch wenn einige der Lilien Mitte Mai noch nicht ganz in voller Blüte stehen und durch Lilienexperte Stefan Strasser und seine Fähigkeit, zu begeistern, - nicht abklingen und so kam es, dass man sich in diesem Jahr dem Thema „Lilien“, die für Anja Heil „neben den Rosen auch Königinnen der Beete“ sind, zugewandt hat. „Wir haben, wie ich finde, für das Fürstliche Gartenfest ein wirklich tolles Angebot zusammengestellt, das sehr vielfältig ist“, freut sich Gartenfestorganisatorin Anja Heil.

Stefan Strasser, besagter Lilienexperte aus Erlangen, wird in diesem Jahr erstmalig als Aussteller auf dem Fürstlichen Gartenfest vertreten sein und an seinem Stand über Raritäten und Besonderheiten informieren. Für alle Gartenfestbesucher, in deren Vor- oder Nachnamen das Wort „Lilie“ vorkommt (beispielsweise „Liliana“), hält Stefan Strasser ein kleines Geschenk in Form einer Blume bereit. „Für alle, die sich für Botanik und Gartengestaltung interessieren oder sich für diese begeistern, denjenigen lege ich unbedingt nahe, sich unsere Fachvorträge auf dem Gartenfest anzuhören. Die Vorträge sind ein Kleinod auf dem Gartenfest, sie inspirieren und machen Mut zum Gärtnern“, schwärmt Heil weiter.

Elisabeth SchrimpfAus Anlass der, ab dem kommenden Jahr in Fulda anstehenden, großen Ereignisse, ist beim diesjährigen Fürstlichen Gartenfest Schloss Fasanerie auch die Stadt Fulda mit einem eigenen Stand vertreten. So hat die Stadt Fulda nicht nur, was das diesjährige Sonderthema „Lust auf Lilien“ anbetrifft, eine enge Verbindung zu Schloss Fasanerie. Auch die Stadt Fulda pflegt insbesondere vor dem Stadtschloss sowie im angrenzen Schlossgarten eine besondere Gartenkultur, die sich überregionalem Ansehen erfreut. Und auch das diesjährige Leitthema „Lust auf Lilien“ wird im zweiteiligen Wappen der Stadt Fulda, welches auf der linken Seite ein schwarzes Kreuz sowie auf der rechten Seite drei weise Lilien zeigt, aufgegriffen. „Mit den Lilien in unserem Stadtwappen konnten wir uns in diesem Jahr also gar nicht mehr dem Fürstlichen Gartenfest mit seinem Sonderthema „Lust auf Lilien“ entziehen“, witzelt Elisabeth Schrimpf. Das schwarze Kreuz im Fuldaer Stadtwappen steht für das Kloster Fulda; die drei Lilien symbolisieren die drei Stadtheiligen, die Geschwister Simplizius, Faustinus und Beatrix. Die Farbe weis symbolisiert dabei ihre Reinheit und Unschuld, der rote Untergrund, erinnert an den Märtyrertod, den sie starben.

Vertreten sein wird die Stadt Fulda auf dem Fürstlichen Gartenfest an ihrem Stand H 63 im Hofgarten mit einer 5 x 2 Meter großen Lilie, die als Skulptur gestaltet wird. Bepflanzt wird dieser „Hingucker“, wie Elisabeth Schrimpf betont - wie konnte es anders auch sein - mit weiteren Lilien. Der Stand der Stadt Fulda ist direkt neben dem Schaugarten „lilien.acker!“ verortet, „insofern kann man ihn eigentlich kaum übersehen“, so Schrimpf. „Was der Lilienacker floral präsentiert, werden wir an unserem Stand aufnehmen und das Gezeigte dekorativ präsentieren. Daneben gibt es am Stand der Stadt Fulda Gartensticker u.v.m. zu erwerben. Klaus Schmitt, der über Jahre den Fuldaer Schlossgarten prominent bepflanzte, wird auf dem Fürstlichen Gartenfest am Stand der Stadt Fulda Vorträge über die Gestaltung des Schlossgartens halten und wissenswerte Tipps zum Erhalt der Pflanzen geben. Auch in den kommenden Jahren möchte die Stadt Fulda auf dem Fürstlichen Gartenfest Schloss Fasanerie mit einem Stand vertreten sein, um Besucher – vorwiegend die, die aus der Ferne angereist sind – auf die kommenden Ereignisse und Feierlichkeiten in der Stadt Fulda aufmerksam machen und dafür werben.

Passend zum diesjährigen Sonderthema, bietet Schloss Fasanerie unter dem Titel „Blumen im Schloss“ während der Gartenfesttage exklusive Sonderführungen an. Täglich um 14:15 Uhr wirft die Führung einen Blick auf die Schätze von Schloss Fasanerie und führt die Gäste durch ausgewählte Räume des Museums. Neben Kunstwerken mit Blumendarstellungen, zeigt sie auch Exponate der wieder eröffneten Porzellansammlung. Die Führung startet am Pavillon vor dem Antikenanbau im Hofgarten des Schlosses (Stand H 74). Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Führungen im Schloss Fasanerie während der Gartenfesttage angeboten. Zu allen erhalten die Besucher des Fürstlichen Gartenfestes ermäßigten Eintritt. Auf die Kinder wartet täglich eine Gespensterführung.

Susanne BohlMarcel Trögers „lilien.acker! trägt den Untertitel „Oder wo kommen unsere Blumen her?“. Der Masterstudent der TU Berlin möchte mit seinem Schaugarten auf die, z.T. problematischen Produktionsbedingungen im Blumenanbau hinweisen. Mit diesem, politischen Entwurf konnte er die Jury und die Abonnenten der Fachzeitschrift „Gartenpraxis“ innerhalb des Schaugartenwettbewerbs überzeugen. „Dass man kontroverser und nachdenklicher Entwurf einen Akzent auf dem Fürstlichen Gartenfest setzen wird, freut mich besonders“, sagt der Wettbewerbsgewinner. Er hofft, dass der Garten zum Nachdenken anregt: „Wo kommen unsere Blumen her? Kann ein Blumenacker ästhetisch sein? Haben Sie Lust auf Lilien?“ Am Freitag, den 18. Mai 2018, am Eröffnungstag um 11:00 Uhr, wird die Schirmherrin des Fürstlichen Gartenfestes Schloss Fasanerie, I.K.H. Landgräfin Floria von Hessen, eine Taglilie auf ihren Namen taufen. +++ jessica auth


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