Nürnberg. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 175.000 auf 2,569 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vormonat März sank die Arbeitslosenzahl um 93.000, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent zurück. „Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im April erneut deutlich gesunken“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. „Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich damit fort.“
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Fulda Quote sinkt auf 3,0 Prozent
Die Konjunktur in der Region Osthessen nimmt weiter an Fahrt auf: Im April waren 3.584 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das waren 193 Arbeitslose weniger als im Vormonat, wobei der Rückgang zu zwei Dritteln bei der Arbeitsagentur und zu einem Drittel beim Kreisjobcenter zu verzeichnen ist. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 3,0 Prozent (Vormonat: 3,2 %) und ist damit die niedrigste in einem April seit über 30 Jahren. Bei der Arbeitsagentur sind aktuell 1.637 Menschen arbeitslos gemeldet, beim Kreisjobcenter 1.947. „Der regionale Arbeitsmarkt profitiert in hohem Maße von der starken Frühjahrsbelebung. Sehr erfreulich ist zugleich, dass die ohnehin schon sehr niedrige Arbeitslosenzahl des Aprils 2016 noch einmal spürbar reduziert werden konnte“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Derzeit sind 207 Personen weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr, wobei sich der Rückgang bei nahezu allen Personengruppen vollzog. Positiv hervorzuheben ist die Abnahme der Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitslosen. Im Vergleich zum Vorjahr waren in dieser Altersgruppe 107 Personen weniger als arbeitslos registriert. Dennoch ist weiterhin mehr als jeder dritte Arbeitslose 50 Jahre oder älter. „Ganz besonders freue ich mich über die Integrationserfolge bei schwerbehinderten Menschen. Dahinter steht eine hochwertige Beratungs- und Vermittlungsarbeit“, kommentiert Waldemar Dombrowski den starken Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr von 13,9 Prozent in dieser Personengruppe. Bei Menschen ohne deutschen Pass stieg die Arbeitslosigkeit dem Bundestrend entsprechend binnen Jahresfrist an – um 114 auf 887. Nahezu unverändert niedrig hingegen ist die Zahl der jüngeren Arbeitslosen geblieben. Mit 394 arbeitslosen Personen unter 25 Jahren liegt die Arbeitslosenquote hier bei 2,7 Prozent. Der Bedarf an Arbeitskräften in der Region ist in den vergangenen Monaten weiter gestiegen. Seit Jahresbeginn konnte der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur in Fulda 2.345 Stellen akquirieren. Dies waren noch einmal 11,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt liegen der Arbeitsagentur momentan 2.366 Stellen zur Besetzung in nahezu allen Branchen und Berufen vor.
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg Frühjahrsbelebung allmählich spürbar
Die Konjunktur im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nimmt allmählich an Fahrt auf: Im April waren 2.817 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das waren 55 Arbeitslose weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 4,4 Prozent (Vormonat: 4,5 Prozent). Bei der Arbeitsagentur sind aktuell 911 Menschen arbeitslos gemeldet, beim Kreisjobcenter 1.906. „Die Frühjahrsbelebung fällt etwas schwächer als im Vorjahr aus. So konnten mit 299 arbeitslosen Menschen 16 weniger in den Arbeitsmarkt integriert werden als im April 2016“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Derzeit sind 105 Personen mehr arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr (+3,9 Prozent). Positiv hervorzuheben ist jedoch die Abnahme der Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitslosen über 50 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr waren in dieser Altersgruppe 82 Personen weniger als arbeitslos gemeldet. Dennoch ist weiterhin mehr als jeder dritte Arbeitslose 50 Jahre oder älter. „Ganz besonders freue ich mich über die Integrationserfolge bei schwerbehinderten Menschen. Dahinter steht eine hochwertige Beratungs- und Vermittlungsarbeit“, kommentiert Waldemar Dombrowski den starken Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr von 8,6 Prozent in dieser Personengruppe. Bei Menschen ohne deutschen Pass stieg die Arbeitslosigkeit dem Bundestrend entsprechend binnen Jahresfrist an – um 228 auf 801. Diese Entwicklung zeigt, dass Menschen mit Fluchthintergrund zunehmend auf dem Arbeitsmarkt ankommen. Qualifizierungs- und Integrationsaktivitäten erfordern in aller Regel mehr Zeit. Auch die Zahl der jüngeren Arbeitslosen ist seit dem Vorjahr leicht angestiegen. Mit 279 arbeitslosen Personen unter 25 Jahren liegt die Arbeitslosenquote hier bei 4,3 Prozent. Der Bedarf an Fachkräften in der Region ist weiterhin relativ hoch. Seit Jahresbeginn konnte der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit 1.595 Stellen akquirieren. Insgesamt liegen der Arbeitsagentur momentan 1.008 Stellen zur Besetzung in nahezu allen Branchen und Berufen vor. +++

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