164.000 weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

Arbeitslosenquote im Landkreis Fulda weiter gesunken

Nürnberg. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November im Vorjahresvergleich um 164.000 auf 2,368 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vormonat sank die Arbeitslosenzahl um 20.000, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mit. Der Rückgang sei damit kräftiger ausgefallen als üblich. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent. „Die sehr gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält an“, sagte BA-Vorstandsmitglied Valerie Holsboer. „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen ab, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigen auf hohem Niveau weiter kräftig an.“

Arbeitslosigkeit in Hessen: Entwicklung im November

Im November 2017 waren in Hessen 156.441 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 2.593 weniger (-1,6 Prozent) als im Oktober und 7.350 Menschen weniger (-4,5 Prozent) als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank nochmals um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent. Im November 2016 lag die Quote bei 5,0 Prozent. Saisonbereinigt ergab sich zum Vormonat ein Rückgang um 1.000, zum Vorjahr ging die Zahl um 7.000 zurück.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit machte sich bei allen Personengruppen bemerkbar: Jugendliche unter 25 Jahren: -4,4 Prozent; Frauen: -2,1 Prozent, Männer: -1,2 Prozent; Ausländer: -1,2 Prozent; Langzeitarbeitslose: -1,1 Prozent Menschen ab 50 Jahre: -1,0 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der arbeitslosen Menschen ohne deutschen Pass (+3,7 Prozent) sowie Jugendlichen unter 25 Jahren (+0,1 Prozent) an. Bei allen weiteren betrachteten Personengruppen kam es zu Rückgängen: Langzeitarbeitslose: -9,8Prozent; Menschen ab 50 Jahren: -7,5 Prozent; Frauen: -5,2 Prozent; Männer: -3,9 Prozent.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, belief sich im November 2017 auf 222.082 Personen. Das waren 500 weniger (-0,2 Prozent) als vor einem Jahr.

Entwicklung in den Rechtskreisen: Rückgänge in beiden Rechtskreisen

Im November ging die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitslosen-versicherung) im Vergleich zum Vormonat weiter zurück (-2,2 Prozent). Im Bereich des Rechtskreises SGB II (Grundsicherung) sank die Zahl um -1,4 Prozent. Insgesamt entfielen im November 31,3 Prozent (48.912) aller arbeitslosen Menschen in Hessen auf den Rechtskreis SGB III. 68,7 Prozent (107.529) aller Arbeitslosen waren dem Rechtskreis SGB II zugeordnet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung: Stabiles Wachstum

Der hochgerechnete, vorläufige Wert der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung für den Monat September 2017 belief sich auf 2.570.700. Mit einem Anstieg um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt Hessen somit weiterhin über dem Niveau des Bundes und Westdeutschlands (+2,3 Prozent). Starke Anstiege gab es zuletzt unter anderem in den Wirtschaftszweigen Information und Kommunikation sowie Bau und Logistik. In Hessen arbeiteten im September die meisten Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe (439.500) und im Handel (350.200).

Offene Stellen: Bestand offener Stellen konstant hoch

Im November 2017 waren bei den hessischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 55.419 offene Stellen gemeldet. Das waren 5.450 Stellen (+10,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Der monatliche Zugang offener Stellen lag mit 15.226 +7,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Den größten Anteil an allen Stellenzugängen im letzten Monat hatten die Branchen Arbeitnehmerüberlassung, Handel sowie Gesundheits- und Sozialwesen, die damit über 50,0 Prozent der Zugänge abdeckten.

Regionen: Arbeitslosenquote im Landkreis Fulda weiter gesunken

Mit einer Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent blieb der Landkreis Fulda an der Spitze der hessischen Kreise und kreisfreien Städte. Die höchste Arbeitslosenquote verzeichnete weiterhin die Stadt Offenbach: 9,5 Prozent. Die Arbeitslosenquoten der Regierungsbezirke Kassel, Gießen und Darmstadt verteilten sich wie folgt: Kassel 4,2 Prozent, Gießen 4,5 Prozent, Darmstadt 4,9 Prozent.
Im Vergleich der 26 Kreise und kreisfreien Städte stieg die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr in sieben Kreisen an. Der höchste Anstieg entfiel mit 8,5 Prozent auf den Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die größten Rückgänge konnten die Kreise Groß-Gerau und Schwalm-Eder verzeichnen (-17,8 Prozent).

Flüchtlinge: Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Im November 2017 hatten 14.899 arbeitslos gemeldete Menschen in Hessen einen Fluchthintergrund. Insgesamt sank der Bestand im Vergleich zum Vormonat um 360 Personen. Gegenüber dem Vorjahr sind rund 4.900 mehr arbeitslose Geflüchtete gemeldet. Der Anteil an allen arbeitslosen Menschen in Hessen lag damit bei 9,5 Prozent. Die Mehrzahl (14.020) erhielt Leistungen aus der Grundsicherung durch die Jobcenter. Binnen eines Jahres (September 2016 bis August 2017) konnten in Hessen rund 35.000 Eintritte in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für diese Personengruppe realisiert werden. +++

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