Es ist einer dieser Abende, an denen eine Ausbildungszeit endgültig zu Ende geht und zugleich etwas Neues beginnt. Im Propsteihaus Petersberg hat das Klinikum Fulda am vergangenen Freitag 113 Absolventinnen und Absolventen feierlich verabschiedet. Rund 250 Gäste waren dabei, darunter Angehörige, Ausbildungsverantwortliche des Klinikums Fulda und Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Kooperationspartner.
Für das Klinikum ist der Abschluss mehr als ein festlicher Termin im Kalender. Als einer der wichtigsten Ausbildungsbetriebe der Region bildet das Haus Fachkräfte in zahlreichen unterschiedlichen Berufen aus. Die 113 Absolventinnen und Absolventen stehen damit zugleich für die Breite jener Aufgaben, die hinter einem modernen Krankenhausbetrieb stehen – von der unmittelbaren Versorgung der Patientinnen und Patienten bis hin zu Technik, Verwaltung und IT.
In stimmungsvoller Atmosphäre und begleitet von Live-Musik blickten die jungen Fachkräfte auf eine intensive Ausbildungszeit zurück. Ihre Abschlüsse reichen von Pflege und Geburtshilfe über die Anästhesie- und Operationstechnische Assistenz bis zur Medizinischen Technologie in Radiologie und Laboratoriumsmedizin. Auch IT, kaufmännische Berufe und handwerkliche Ausbildungsbereiche gehören dazu.
Michael Wilhelm, Vorstand Administration am Klinikum Fulda, würdigte den Einsatz des Nachwuchses und verwies zugleich auf die Verantwortung, die mit den gewählten Berufen verbunden ist. „Sie haben sich für Berufe entschieden, die sinnstiftend, verantwortungsvoll und nah am Menschen sind. Mit Ihrem Wissen, Ihrer Kompetenz und Ihrem Engagement gestalten Sie die Gesundheitsversorgung von morgen maßgeblich mit“, sagte Wilhelm während der Feier.
Das Klinikum sei als größter Ausbildungsbetrieb der Region besonders stolz auf den Erfolg der 113 Absolventinnen und Absolventen. Zugleich verband Wilhelm die Glückwünsche mit dem Wunsch, den weiteren beruflichen Weg möglichst gemeinsam zu gehen. Es gehe darum, Gesundheit zu fördern und Leben zu retten – in einer Gemeinschaft, die von Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt geprägt sei.
Auch aus den unterschiedlichen Bereichen des Klinikums kamen Glückwünsche und persönliche Zukunftsimpulse. Der stellvertretende Pflegedirektor Timo Jost, Teamleiterin Personalentwicklung Isabell-Jasmin Polny, Alexander Meyer vom Betriebsrat und die Leiterin des BildungsZentrums, Kathrin Kleine, richteten ihre Worte an die Absolventinnen und Absolventen.
Besonders persönlich wurde es bei den Beiträgen der Kursleitungen sowie der Kurssprecherinnen und Kurssprecher. Sie ließen wichtige Momente und besondere Erlebnisse der vergangenen Ausbildungsjahre noch einmal aufleben und erinnerten an den Zusammenhalt, der während dieser Zeit entstanden ist.
Denn eine Ausbildung im Krankenhaus besteht nicht allein aus Prüfungen, Lehrplänen und praktischen Einsätzen. Sie bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen, mit Menschen in schwierigen Situationen umzugehen und sich in Teams einzufügen, in denen es auf Verlässlichkeit ankommt. Gerade in den Gesundheitsberufen ist der Schritt vom Auszubildenden zur ausgebildeten Fachkraft deshalb mit einem erheblichen persönlichen und beruflichen Wandel verbunden.
Am Ende des offiziellen Programms wurde der Abend entspannter. Bei Fingerfood kamen Absolventinnen und Absolventen, Angehörige, Lehrende und die Teams des Klinikums zusammen. Es wurde auf den erfolgreichen Abschluss angestoßen, Erinnerungen wurden ausgetauscht und die vergangenen Ausbildungsjahre noch einmal gemeinsam betrachtet.
Für die 113 Absolventinnen und Absolventen beginnt damit ein neuer Abschnitt. Für das Klinikum Fulda ist ihr Abschluss zugleich ein Signal, dass die Ausbildung eigener Fachkräfte ein wichtiger Bestandteil der Zukunftssicherung bleibt. In einem Gesundheitswesen, das auf qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen ist, beginnt Fachkräftesicherung schließlich nicht erst mit der Suche nach Personal – sie beginnt mit einer guten Ausbildung.
Der festliche Abend in Petersberg war deshalb nicht nur ein Abschied. Er war auch ein Blick nach vorn: auf 113 Menschen, die nun mit ihrem Wissen, ihrer Kompetenz und ihren Erfahrungen in unterschiedliche Bereiche des Berufslebens starten – viele davon mit einem unmittelbaren Bezug zur Gesundheitsversorgung der Region. +++

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