Zukunftsstudie – Startschuss für eine neue Qualität der Wirtschaftsförderung

Beitrag zur Standortsicherung

Wie wird sich die Region Fulda angesichts der herrschenden Megatrends in den kommenden zehn bis 15 Jahren entwickeln? Auf was müssen sich Unternehmen und Kommunen einstellen, um auch dann noch erfolgreich zu sein? Dieser Aufgabenstellung widmete sich das renommierte Beratungsinstitut Rambøll (Hamburg) im Auftrag der Region Fulda GmbH, der gemeinsamen Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Landkreis Fulda, Stadt Fulda und Industrie- und Handelskammer Fulda. Eng eingebunden waren zudem die Kreishandwerkerschaft Fulda und die Hochschule Fulda.

Auswirkungen der Megatrends

Über einen Zeitraum von knapp eineinhalb Jahren hat Rambøll vorhandene Daten ausgewertet und im Lichte der wichtigsten übergeordneten Megatrends analysiert: den neuen Anforderungen an Ressourcennutzung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, dem demografischen Wandel, wachsenden Ansprüchen an Gesundheit und Sicherheit, dem Wandel der Arbeitswelt sowie einem Wirtschaftswachstum, das zunehmend innovations- und wissensbasiert generiert werden wird. Im Anschluss an Experteninterviews mit wichtigen Schlüsselakteuren wurden in einer digitalen Zukunftswerkstatt und drei themenspezifischen Workshops strategische Ziele und erste Projektideen in den Handlungsfeldern „Wirtschaft und Unternehmen“, „Arbeit und Bildung“ und „Lebenswerte Region Fulda“ erarbeitet.

Gemeinsame Zielvereinbarung für die Region

Im Rahmen eines Werkstattgesprächs stellten die Verantwortlichen jetzt die wesentlichen Ergebnisse der Zukunftsstudie den Führungsgremien von Stadt und Landkreis und den beiden Wirtschaftsausschüssen von Stadtverordnetenversammlung und Kreistag vor. Diese beiden Gremien sollen zukünftig aus der Zukunftsstudie entstehende Projekte initiieren und begleiten. Für die Koordination ist die Region Fulda GmbH verantwortlich. Die 30seitige Studie ist zudem in Form eines Videos illustriert worden. Ergebnis ist eine gemeinsame Zielvereinbarung als Vision-Statement: „Die Region Fulda ist Deutschlands nachhaltige und prosperierende Mitte. Lebenswert und innovativ. Tradition im Herzen, die Zukunft im Blick.“

Beitrag zur Standortsicherung

Nach den Worten von Landrat Bernd Woide leistet die Zukunftsstudie einen Beitrag zur Standortsicherung und künftigen Wirtschaftsentwicklung der Region und „dient als strategischer Rahmen für Politik, Wirtschaft und Verwaltung“. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sieht in der zu 50 Prozent vom Land Hessen geförderten Untersuchung die Basis und den Startschuss für zukünftige wirtschaftsfördernde Aktivitäten: „Es sind alle aufgerufen sich einzubringen, Bürger, Kommunen und Unternehmen“. So verstanden seien Erkenntnisse von Rambøll laut Dr. Christian Gebhardt, Präsident der Industrie- und Handelskammer Fulda, „als lebendiges Konzept zu verstehen, in das neue Entwicklungen und vor allem neue Projektideen im Zeitverlauf immer wieder aufgenommen werden können.“

Fachkräfte und Gründer

Herauskristallisiert haben sich nach Information von Christoph Burkard, Geschäftsführer der Region Fulda GmbH, bereits einige Leitprojektideen, mit denen die dringendsten Herausforderungen der Zukunft angepackt werden könnten. Als Beispiel nennt er die langfristige Sicherung des Fachkräftepotentials, mit der akute Fachkräftemangel zum Beispiel im Handwerk oder in der Pflege behoben soll. Darüber hinaus gelte es die anstehende Transformation der Wirtschaft im Hinblick auf die Mobilitätswende und die Digitalisierung zu bewältigen. Im Fokus stünden zudem auch Projektideen, die die Region für Gründer attraktiver machten. Eine zentrale Rolle spiele dabei auch der Wissenstransfer aus der Hochschule Fulda in die Region Fulda. +++ pm

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