„Zukunft der Innenstadt“ – MIT Stadtverband nahm Stadtbegehung vor

Der Erhalt der Friedrichstraße so wie sie ist und ein mögliches neues Marktformat

Der Fuldaer Stadtverband der MIT Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung hat bei seiner Begehung durch die Fuldaer Innenstadt am Donnerstagabend mögliche Gesichtspunkte zur Attraktivitätssteigerung der Fuldaer Innenstadt erörtert. Markante Plätze, um die es bei den Gesprächen u.a. mit dem Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Fulda, dem Bürgermeister der Stadt, Dag Wehner, dem Direktkandidaten der CDU für die Bundestagswahl am 26. September, dem heimischen Wahlkreisabgeordneten Michael Brand MdB sowie mit Vertretern der „Interessensgemeinschaft (IG) Friedrichstraße“, der „IG Bahnhofstraße“ und Händlern ging, waren die seit Jahren diskutierte Fuldaer Friedrichstraße, das Herzstück der Stadt, der Universitätsplatz, das aktuell leerstehende Gebäude des ehemaligen Kaufhauses „Galeria-Kaufhof“, die Bahnhofstraße und mit ihr der Bahnhof und der Bahnhofsvorplatz. Ferner waren die Corona-Pandemie und die Bundestagswahl ein Thema bei der Begehung.

Bei dem vieldiskutierten Thema Friedrichstraße war man sich gestern Abend darüber einig, dass diese für den Lieferverkehr und den Autoverkehr weiterhin zugänglich bzw. durchfahrbar bleiben solle. Nicht zuletzt hätten die Gespräche, die im Rahmen des Formates „Runder Tisch Innenstadt“ geführt worden seien gezeigt, dass die Pro-Argumente für den Durchgangsverkehr der wichtigen Handelsstraße deutlich überwiegen. Spannend wie diskutierbar bleibe aber nach wie vor der Aspekt, die Friedichstraße für vereinzelte Aktionen oder Feste (vorwiegend in den Sommermonaten) zumindest zeitweise für den Durchgangsverkehr zu sperren. Auch wurde der Aspekt, die Friedrichstraße generell für Pkws auch zukünftig weiterhin befahrbar zu belassen gestern beleuchtet. Nicht zuletzt handele es sich bei ihr – auch aufgrund der an ihr liegenden Stadtpfarrkirche „St. Blasius“ – um eine, für Menschen wichtige und stark frequentierte Straße, von der aus wiederum andere, innerstädtische Plätze und Restaurants erreichbar seien.

Vor dem Hintergrund dieser Betrachtungen hat man auch überlegt, die Fläche „Unterm Heilig Kreuz“ (wie es früher einmal war) als „Platz für Märkte“ wieder zu erwecken. Dies wäre entweder mit dem bereits vorhandenen Markt mittwochs und samstags am Gemüsemarkt „als Ergänzung“ (möglicherweise als Markt ausschließlich für Bio-Produkte und -Lebensmittel) oder als Etablierung eines neuen Marktes denkbar. Welche Wichtigkeit der Universitätsplatz für alle Menschen unterschiedlichen Alters einnimmt, zeigte eindrucksvoll die gestrige Begehung. Denn dieser war auch zur Abendstunde noch gut mit Leben gefüllt. Für das sich in unmittelbarer Nähe des Platzes befindende, ehemalige Kerber-Areal (ehemaliges Kaufhaus Galeria-Kaufhof) sehe man vor, dieses in Eigentum der Stadt zu bringen, um so mit entscheiden zu können, was mit der Immobilie künftig geschieht. Viele Jahre strömten hier Menschen ein und aus. Seit jeher prägten Handel, Feinkost und Gastronomie die Immobilie. Für das großflächige Areal gelte es, einen Nutzen vorzusehen, dieser die Erfolgsgeschichte des Handels fortschreibt und nicht weniger Frequenzbringer ist.

Die Bahnhofstraße werde nach ihrem Umbau zur Fußgängerzone gut angenommen. Auch hier tummelten sich zur früher abendlicher Stunde Jugendliche. Mit vorsichtigem Blick darauf, dass der Online-Handel die Innenstädte systematisch aushungert, und Menschenmassen, die lediglich zum Warenkauf der Innenstadt fernbleiben, wären Kooperationen mit Onlineriesen wie Amazon oder Zalando denkbar. Ein paar Kooperationen bestünden bereits.

Der Bahnhof und auch sein Vorplatz sollen in naher Zukunft umgebaut werden. Wichtig hierbei: attraktiv, modern und barrierefrei sowie eine gute Angliederung des benachbarten Busbahnhofes ZOB. Nicht nur Fuldas Tagungs- und Kongress-Hotellerie haben gezeigt, dass sich Fulda zur Kongressstadt gemausert hat. Ein attraktiver Bahnhof „als Visitenkarte“ ist hierfür unerlässlich. Ebenso unerlässlich ist die ICE-Strecke Fulda-Frankfurt am Main. Hier wünschte man sich vonseiten der Mittelständler eine wesentliche Entschlackung und Bürokratieabbau. Es könne nicht sein, dass hierfür noch weitere 20 Jahre ins Land gingen.

Die Begehung endete schließlich am Buttermarkt, der sich, so MIT-Stadtverbandsvorsitzender Marc Dechant, zu einem beliebten Hotspot für Bummler und Genießer entwickelt hat. Die jahrelange konservative Führung Fuldas habe sich bewährt. So erfreue sich Fulda gemessen an Touristen und Übernachtungszahlen zunehmender Beliebtheit, dies gelte es zu bewahren. Und auch im Hinblick zur Bundestagswahl am Sonntag in einer Woche, hielt der heimische Direktkandidat für die Bundestagswahl und CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand fest: „Das Land ist mit der CDU-geführten Bundesregierung die letzten 16 Jahre ziemlich gut gefahren. Und insofern sollten wir das auch nicht riskieren.“ +++ ja

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