Zeitumstellung – Gefahr von Wildunfällen

Tiere kennen keine Zeitumstellung

Am kommenden Wochenende werden die Uhren um eine Stunde von 2.00 Uhr Winter- auf 3.00 Uhr Sommerzeit vorgestellt. Dadurch wird es in den Morgenstunden später hell – und in den Abendstunden entsprechend später dunkel. Auf den Straßen steigt die Gefahr von Wildunfällen, warnt das Regierungspräsidium Kassel und der ADAC.

Die Stoßzeiten im Berufsverkehr können durch die Zeitumstellung wieder in die Dämmerungszeit fallen. Besonders in den Morgenstunden sind Rehe und andere Wildtiere sehr aktiv, weshalb Vorsicht auf den Straßen geboten ist. Das Regierungspräsidium Kassel als Obere Jagdbehörde rät deshalb allen VerkehrsteilnehmerInnen zu besonderer Aufmerksamkeit – vor allem in Waldgebieten und im ländlichen Bereich. Gefahrenschwerpunkte sind vor allem Straßen, die zumindest auf einer Seite von Wald begrenzt sind. Etwa 15.000 Rehe sowie knapp 4.000 Stück Schwarzwild fallen in Hessen jährlich dem Straßenverkehr zum Opfer. Bei Unfällen kommen häufig auch Menschen zu Schaden und es entstehen oft hohe Sachschäden. Bei einem Wildunfall wird das Wild mitunter nicht auf der Stelle getötet; oft können sich die Tiere mit schweren Verletzungen noch ein Stück weit davonschleppen. Dann müssen JägerInnen das verletzte Wild mit speziell ausgebildeten Jagdhunden nachsuchen, um es von seinen Qualen zu erlösen. Jede und jeder Verkehrsteilnehmende kann also durch rücksichtsvolles und vorausschauendes Fahren dazu beitragen, Personen- und Sachschäden zu vermeiden und den Wildtieren unnötige Leiden zu ersparen. Wechselt ein Stück Wild über die Straße, muss immer mit nachfolgenden Tieren gerechnet werden. Deshalb in einem solchen Fall: runter vom Gas und die Stelle nur ganz langsam passieren.

Der ADAC rät, in dieser Zeit besonders vorausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen, dazu: „Tiere kennen keine Zeitumstellung und auch keine Verkehrsregeln. Fahren Sie vorsichtig und mit reduzierter Geschwindigkeit und halten Sie immer ausreichend Abstand zum Vorausfahrenden.“ Befinden sich Tiere bereits auf der Straße, sollte versucht werden, diese durch Hupen von der Straße zu vertreiben. Taucht Wild am Straßenrand auf, sollte sofort das Fernlicht abgeschaltet werden. Das grelle Licht verwirrt die Tiere und nimmt ihnen jede Orientierungsmöglichkeit. Häufig bleiben sie einfach stehen. Wenn ein Zusammenstoß unvermeidlich ist: Lenkrad festhalten und möglichst kräftig bremsen. Auf keinen Fall hektisch ausweichen, sonst kann es zu sehr gefährlichen Unfällen mit dem Gegenverkehr oder Bäumen am Straßenrand kommen. Kommt es zu einem Zusammenstoß, ist die Unfallstelle abzusichern und die Polizei oder der Jagdpächter zu informieren. +++

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