Wissenschaftsbildung für den Nachwuchs: Zehn Jahre MINT-Labortage an der Hochschule Fulda

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Foto: HS

Buntes Treiben herrscht derzeit auf dem Campus der Hochschule Fulda: Zwei Wochen lang beleben Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelstufen das Gelände, denn erneut finden die MINT-Labortage statt. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Doch nicht nur auf dem Campus selbst ist viel los – auch bei den Kooperationspartnern in der Region Fulda, die gemeinsam mit dem MINTmachClub Fulda ein Netzwerk zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses bilden, laufen zahlreiche Veranstaltungen.

Insgesamt nehmen mehr als 1900 Kinder und Jugendliche aus 88 Schulklassen an der diesjährigen Veranstaltungsreihe teil – so viele wie noch nie zuvor. „Es ist ungewöhnlich, dass solche Projekte dermaßen lange erfolgreich laufen und dabei sogar stetig weiterwachsen. Neben unseren Kooperationspartnern gilt mein Dank daher in erster Linie dem Team des MINTmachClubs und der Schulkooperation für ihren unermüdlichen Einsatz“, betont Professor Dr. Jörg Kreiker, Vizepräsident für Lehre, Studium und Digitalisierung der Hochschule Fulda.

Unter den knapp 90 angebotenen Workshops finden sich auch in diesem Jahr neue Formate. So können sich die Schülerinnen und Schüler unter anderem mit der Reise von Wassertropfen im Klärwerk Gläserzell über das Umweltzentrum beschäftigen oder einen Ausflug zum Segelflug auf die Wasserkuppe unternehmen. „Die erste Klasse war bereits da und alle Teilnehmenden waren begeistert. Auch der Besuch bei der Gleitschirmschule kam sehr gut an. Dort durften die Kids in einem Gleitschirmgurtzeug schaukeln“, berichtet Uli Braune vom Segelflugmuseum. Dieses zählt zu den drei neuen Kooperationspartnern der MINT-Labortage, ebenso wie das Unternehmen FFT Produktionssysteme und das Improtheater Fulda.

Währenddessen verfolgen Kinder und Jugendliche im Kulturzentrum Kreuz aufmerksam die Ausführungen der Workshop-Leiterinnen und -Leiter, die einen Einblick in DJ-Tätigkeit und Tontechnik geben. Auch Themen rund um Ernährung stehen auf dem Programm. „Es ist ein schönes Gefühl, Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, selbst als kleine Forscherinnen und Forscher tätig zu werden“, sagt Natallia Kazlouskaya-Disagio, die erstmals gemeinsam mit Kolleginnen den Workshop „Kohlenhydrate: Nachweis und Verdauung“ anbietet.

Im Herbst 2026 feiern die MINT-Labortage ihr zehnjähriges Bestehen. Begonnen hatte die Veranstaltungsreihe im Jahr 2016 mit rund 400 Teilnehmenden aus 20 Schulklassen. „Wir freuen uns sehr, dass im Jubiläumsjahr der Veranstaltung weitere Kooperationspartner hinzugekommen sind und mit spannenden Workshops unser Programm bereichern. Ohne die mittlerweile 14 Kooperationspartner der Hochschule Fulda wäre eine Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht möglich“, erklärt Koordinatorin und Initiatorin Sandra Blum.

Den Abschluss eines jeden Veranstaltungstages bildet das gemeinsame Mittagessen in der Mensa. Das Team um Frank Vogel sorgt dafür, dass die rund 1000 Schülerinnen und Schüler, die an den Workshops auf dem Campus teilnehmen, gut versorgt werden. Unterstützung kommt auch vom Transportdienst LNG Fulda, der im Vorfeld Busse für Schulklassen organisiert hat, die zur Wasserkuppe fahren. Hinter den Kulissen ist der organisatorische Aufwand groß: So wurden die Workshop-Leiterinnen und -Leiter im Vorfeld unter anderem von Tobias Dorn und seinem Team aus dem Fachbereich Gesundheitswissenschaften im Bereich Kinder-Reanimationstraining geschult.

Ein besonderer Dank gilt zudem Workshopleiter Bodo Pfisterer, der die MINT-Labortage seit Beginn begleitet und über zehn Jahre hinweg Workshops im Grundlagenlabor des Fachbereichs Elektrotechnik angeboten hat. Zum Jahresende tritt er in den Ruhestand. „Mir haben die MINT-Workshops immer viel Spaß gemacht. Die Teilnehmenden waren zu jeder Zeit mit Eifer bei der Sache, und ihre Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Dies wäre aber ohne meine Helferinnen und Helfer nicht möglich gewesen“, resümiert er. Unter anderem bereitete Pfisterer auch 25 Cozmo-Roboter für den Einsatz in Grundschulworkshops vor, indem er sie technisch überarbeitete.

Die MINT-Labortage laufen noch bis zum 26. März. Der nächste Termin steht bereits fest: Vom 14. bis 22. September sollen die Workshops erneut stattfinden. Weitere Informationen sowie Anmeldemöglichkeiten für Schulklassen werden online bereitgestellt. Lehrkräfte können sich zudem per E-Mail über kommende Termine informieren lassen. +++


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