Im Juni 2026 haben die globalen Meeresoberflächentemperaturen mit einem Durchschnitt von 21,0 Grad Celsius einen neuen Rekord erreicht. Das geht aus dem Halbjahresbericht des EU-Beobachtungsprogramms Copernicus Marine Service hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Die ersten sechs Monate des Jahres waren demnach durch anhaltend hohe Temperaturen und weit verbreitete marine Hitzewellen gekennzeichnet, die etwa 82 Prozent der Weltmeere betrafen. Besonders betroffen waren das Mittelmeer, der zentrale Nordatlantik und der tropische Pazifik, die als Hotspots identifiziert wurden. Diese Regionen erlebten überdurchschnittliche Temperaturen, wobei einige Gebiete Rekordwerte erreichten.
Die außergewöhnlich warmen Bedingungen im tropischen Pazifik stehen im Einklang mit der Entwicklung von El-Nino-Bedingungen, die typischerweise zu überdurchschnittlichen Temperaturen in Teilen des tropischen Pazifiks führen. Der Copernicus Marine Service hob die Notwendigkeit einer kontinuierlichen, hochauflösenden Überwachung der Ozeane hervor, um die Entwicklung dieser Situation besser zu verstehen.
„Die aktuellen Bedingungen könnten auf den Beginn einer neuen Phase hindeuten, die uns erneut in unbekanntes Terrain führen wird“, sagte Carlo Buontempo, Leiter des Copernicus-Klimawandeldienstes beim Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage. „Angesichts dieser Meerestemperaturen und des sich abzeichnenden El Nino werden wir in den kommenden Monaten wahrscheinlich weitere Temperaturrekorde erleben.“ +++
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