Die Lage in der Trinkwasserversorgung im Versorgungsgebiet der OsthessenNetz hat sich weiter verschärft. Die anhaltende Trockenheit und der weiterhin hohe Wasserverbrauch setzen die verfügbaren Reserven zunehmend unter Druck. Für dieses Wochenende werden erneut sehr hohe Temperaturen erwartet – und damit ein weiterer Anstieg des Wasserverbrauchs.
Die RhönEnergie Gruppe, zu der die OsthessenNetz GmbH gehört, appelliert in einem am späten Freitagabend veröffentlichten Aufruf deshalb mit Nachdruck an alle Bürgerinnen und Bürger: „Reduzieren Sie Ihren Wasserverbrauch auf das unbedingt notwendige Maß. Jeder eingesparte Liter hilft, die Versorgung für alle sicherzustellen!“ Die OsthessenNetz versorgt Fulda, Eichenzell und Ebersburg mit Trinkwasser.
Besonders in den Abendstunden kommt es zu sehr hohen Verbrauchsspitzen. Deshalb sollte auf das Gießen von Gärten und Grünflächen am frühen Abend unbedingt verzichtet werden. Wenn eine Bewässerung unvermeidbar ist, sollte sie ausschließlich in den Nachtstunden erfolgen.
Darüber hinaus bittet die RhönEnergie, nach Möglichkeit auf das Bewässern von Rasenflächen, das Befüllen von Pools sowie das Waschen von Fahrzeugen komplett zu verzichten. Auch im Haushalt können bereits kleine Maßnahmen einen wichtigen Beitrag leisten, den Wasserverbrauch spürbar zu senken.
Matthias Hahner, Geschäftsführer der RhönEnergie-Netzgesellschaft OsthessenNetz, betont: „Die Situation ist ernst. Nur wenn wir jetzt gemeinsam Wasser sparen, können wir die Versorgung weiterhin stabil halten. Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern, die unseren bisherigen Sparsamkeitsappel bereits unterstützen, und bitten angesichts der aktuellen Entwicklung um noch größere Zurückhaltung beim Wasserverbrauch.“
Die RhönEnergie beobachtet die Entwicklung der Versorgungslage kontinuierlich. Sollte der Wasserverbrauch nicht deutlich sinken, können weitergehende Einschränkungen der Wassernutzung notwendig werden. Über mögliche Schritte wird die Bevölkerung rechtzeitig informiert. Die RhönEnergie dankt den Bürgerinnen und Bürger für ihre Unterstützung. +++

Da wird an die Bürger appelliert, bei 40 °C Trinkwasser zu sparen, während gleichzeitig Stadtbusse mit defekter Klimaanlage unterwegs sind und Fahrgäste sowie Busfahrer die Hitze ertragen müssen.
Gleichzeitig bleiben große Wasserverbraucher offenbar weitgehend außen vor. Das wirkt auf viele wie ein Ungleichgewicht: Von den Bürgern wird Verzicht erwartet, während andere kaum in die Pflicht genommen werden.
Wer bei solchen Temperaturen körperlich arbeitet oder den ganzen Tag unterwegs ist, braucht ausreichend Wasser und muss sich auch duschen können. Gerade in einer Hitzewelle sollten Gesundheit und Augenmaß Vorrang haben. Sparmaßnahmen müssen fair sein und alle gleichermaßen betreffen.