Eine Fastnachtsfeier im hessischen Wirtschaftsministerium zieht politische Kreise und sorgt für erhebliche Unruhe. Nach Informationen des Hessischen Rundfunks wird im Ministerium gegen den Staatssekretär Umut Sönmez ermittelt. Im Raum steht der Vorwurf, er habe bei der Veranstaltung eine Mitarbeiterin sexuell belästigt.
Das Ministerium, geführt von Kaweh Mansoori, sieht sich damit erneut mit kritischen Schlagzeilen konfrontiert. Intern läuft inzwischen eine Untersuchung, die den Sachverhalt klären soll. Details zu möglichen Abläufen oder Ergebnissen sind bislang nicht öffentlich bekannt.
Deutliche Worte kommen aus der Opposition. Wiebke Knell, Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, zeigte sich besorgt über die Berichterstattung. „Leider gerät das Wirtschaftsministerium erneut nicht durch wirtschaftspolitische Aktivität in die Schlagzeilen, sondern ein weiteres Mal wegen des Umgangs mit Beschäftigten“, erklärte sie.
Zugleich betonte Knell die Schwere der Vorwürfe und forderte eine umfassende Aufklärung. „Der Vorwurf sexueller Belästigung wiegt schwer und muss aufgeklärt werden: ohne Vorverurteilung, aber umfassend und konsequent.“ Es dürfe nicht sein, dass sich Frauen an ihrem Arbeitsplatz – insbesondere in einer staatlichen Institution – oder bei dienstlichen Veranstaltungen unsicher fühlten.
In ihrer Stellungnahme nimmt Knell ausdrücklich den Minister in die Pflicht. Kaweh Mansoori trage als Leiter des Hauses die Verantwortung nicht nur für politische Inhalte, sondern auch für den Umgang innerhalb der Behörde. „Er wird am Ende daran gemessen, wie das Ministerium mit den Vorwürfen umgeht und welche Konsequenzen aus den internen Untersuchungen gezogen werden.“
Während die Ermittlungen laufen, bleibt der Fall politisch brisant. Entscheidend wird sein, zu welchen Ergebnissen die Untersuchung kommt – und wie das Ministerium darauf reagiert. +++

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