„Vom Todesstreifen zum Lebensband – Spurensuche für eine Zukunft“

Ausstellungseröffnung mit dem Künstler Benno Dalhoff am 6. Juli um 18:30 Uhr auf Point Alpha

Der Künstler Benno Dalhoff überträgt unweit des US Camps die Konturen eines Sprengschachtes auf Papier. Foto: Point Alpha

Wie passen Todesstreifen, Kunst und Natur zusammen? An der ehemaligen innerdeutschen Grenze sind die Schnittmengen zahlreicher, als man zunächst annehmen mag. In seiner Ausstellung „Vom Todesstreifen zum Lebensband – Spurensuche für eine Zukunft“ nähert sich der international renommierte Künstler Benno Dalhoff diesem Komplex an. Er präsentiert Werke, die einerseits die Erinnerung an begangenes Unrecht thematisieren, andererseits auch aktuelle Missstände anprangern und darüber hinaus Perspektiven für die Zukunft aufzeigen.

Die Point Alpha Stiftung lädt in Kooperation mit der Stiftung Naturschutz Thüringen am Dienstag 6. Juli um 18.30 Uhr zur Vernissage ins Haus auf der Grenze der Gedenkstätte Point Alpha ein. Der Eintritt ist frei. „Für mich ist vor allem die unendliche Vielfalt an künstlerischen Möglichkeiten, welche das Grüne Band im Umfeld der Gedenkstätte Point Alpha bietet faszinierend. Die Kombination von Natur, Erinnerungskultur und Kunst ist einmalig und unglaublich motivierend und inspirierend“, so der engagierte Naturschützer, Biologe, Ökologe und Buchautor bei seinem letzten Besuch auf dem Rasdorfer Hummelsberg. Die außergewöhnliche Atmosphäre des unvergleichlichen Zeitzeugnisses Point Alpha und das Grüne Band mit seinen Naturschätzen haben Dalhoff inspiriert und animiert, sich künstlerisch mit der Vergangenheit und Gegenwart gesamtdeutscher Geschichte auseinanderzusetzen.

Vom Schrecken der Vergangenheit hin zur Hoffnung für die Zukunft, vom Todesstreifen zur Lebenslinie: Der pensionierte Lehrer, der in Soest lebt, verwandelt in seinen Objekten die Unmenschlichkeit und das Schreckliche in etwas Schönes, etwas Ästhetisches. Es sind Assemblagen, Prägedrucke, Zeichnungen und Bilder, vor allem aber Frottagen, deren Wirkung die Betrachter in ihren Bann ziehen. So sind außergewöhnliche Arbeiten von den Lochplatten des Kolonnenweges bei Point Alpha, vom Stacheldrahtzaun oder den Streckmetallmatten entstanden. Die Frottage-Technik dient weniger der originalgetreuen Reproduktion eines Vorbildes. Sie ist vielmehr selbst künstlerisches Stilmittel zur Integration vorgefundener Strukturen und Oberflächen in ein Kunstwerk, das dann beispielsweise mit Farben, Stoffen, Gips, Fasern, Karton oder Papier vollendet wird. Die Vorlagen, wie der Grenzzaun, die eigentlich für Gewalt, Unterdrückung, Leid und Schmerz stehen, verwandeln sich im Lauf des künstlerischen Prozesses wie eine Raupe zum Schmetterling. So entstehen ästhetische Gebilde, viele von einer faszinierenden Schönheit, mit einem politisch-ethischen Anspruch. +++

Weitere Info
Zur Vernissage am 6. Juli mit Benno Dalhoff ist der Eintritt ist frei. Die Anmeldungen unter https://www.pointalpha.com/veranstaltungen aber notwendig. Die Ausstellung ist bis zum 31. August in der Gedenkstätte zu den regulären Öffnungszeiten und Eintrittspreisen im Haus auf der Grenze zu sehen. Kooperationspartner der Ausstellung ist die Stiftung Naturschutz Thüringen.

Hinweis: Dies ist eine kostenfreie Veröffentlichung einer Pressemitteilung.

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

[Kommentarregeln hier klicken]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Demokratie braucht Teilhabe!