Vermeintlicher Zeuge als Unfallverursacher

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Fulda. Da dürfte Kommissar Zufall den Beamten der Autobahnpolizei Petersberg die Arbeit erleichtert haben. Hintergrund ist ein Verkehrsunfall auf der A7 am Donnerstagvormittag in Höhe des Autobahndreiecks Fulda. Der 49jährige Fahrer eines schwarzen Audi A8 kam von der A66 und wollte auf die A7 in Richtung Würzburg auffahren. Vor ihm befanden sich auf der Beschleunigungsspur noch ein Sattelzug aus dem Erzgebirge und ein VW Golf aus München. Um diese beiden Fahrzeuge möglichst frühzeitig überholen zu können, wechselte der Audifahrer von der Beschleunigungsspur direkt auf den linken Fahrstreifen der A7, auf dem sich allerdings zwei Pkw näherten. Der 33jährige Fahrer des weißen BMW aus dem Landkreis Goslar musste eine Vollbremsung vollziehen. Der dahinter befindliche 73jährige Fahrer eines Alfa Romeo aus Gütersloh wich nach rechts aus, wo er frontal auf das Heck des Sattelzuges aus dem Erzgebirge auffuhr. Am Alfa Romeo und am Sattelzug entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 30.000 Euro. Der Alfa Romeo musste abgeschleppt werden. Der mutmaßlich unfallverursachende Audifahrer hatte den Unfallhergang im Rückspiegel beobachtet, seine Fahrt jedoch fortgesetzt. Von seinem Fahrzeug waren lediglich Farbe und Anfangsbuchstabe des Kennzeichens bekannt. Kurze Zeit später meldete sich der Audifahrer bei der Polizei, um sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen. Nach eingehender Schilderung wurde schnell klar, dass sich hier nicht nur ein Zeuge gemeldet hatte, sondern der verantwortliche Fahrzeugführer des gesuchten Audi. Ob dieser sein Verschulden erkannt hatte oder aber tatsächlich mit reinem Gewissen weitergefahren war und in guter Absicht die Polizei anrief, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen, so die Polizei. +++ fuldainfo


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