In Messenger-Gruppen kursieren derzeit Meldungen, die für Verunsicherung sorgen: Thema ist eine Wahrnehmung vom Mittwoch (04.03.) im Bereich von Homberg (Ohm), bei der es um ein mögliches verdächtiges Ansprechen von Kindern gehen soll. Die Polizei Osthessen reagierte umgehend auf die Berichte und nahm die Hinweise sehr ernst.
Die Sorgen vieler Eltern sind den Beamtinnen und Beamten bewusst. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Meldung wurde der geschilderte Sachverhalt überprüft. Aktuell sind die Ermittlerinnen und Ermittler damit beschäftigt, die vorliegenden Informationen zu verifizieren und den Hintergrund der Wahrnehmung genauer zu klären.
Nach dem derzeitigen Stand der polizeilichen Informationserhebungen haben sich bislang jedoch keine Anhaltspunkte für einen strafrechtlich relevanten Sachverhalt ergeben. Dennoch dauern die Ermittlungen an, da die genauen Hintergründe weiterhin Bestandteil der laufenden Überprüfungen sind.
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer in dieser Angelegenheit Beobachtungen gemacht hat oder Informationen beitragen kann, wird gebeten, sich beim Polizeipräsidium Osthessen unter der Telefonnummer 0661/105-0 zu melden. Alternativ können Hinweise auch bei jeder anderen Polizeidienststelle abgegeben oder über die Onlinewache unter übermittelt werden.
Gleichzeitig nutzt die Polizei Osthessen die aktuelle Situation, um auf einen wichtigen Punkt aufmerksam zu machen. Es sei grundsätzlich richtig, dass Erziehungsberechtigte mit ihren Kindern regelmäßig über wichtige Verhaltensregeln sprechen. Allerdings könne eine Vielzahl solcher Gespräche dazu führen, dass Kinder sehr stark sensibilisiert werden und sich in Einzelfällen sogar verunsichert fühlen.
Vor diesem Hintergrund richtet die Polizei einen klaren Appell an die Bevölkerung: Bei Verdachtslagen sollten Bürgerinnen und Bürger besonnen reagieren. Statt ungeprüfte Informationen weiterzugeben, sollten sie sich direkt an die zuständige Polizeidienststelle wenden oder in dringenden Fällen den Notruf wählen.
Besonders eindringlich warnt die Polizei davor, eigenständig ungeprüfte Meldungen, Fotos von fremden Personen, Fahrzeugen oder Kennzeichen in sozialen Netzwerken oder Messenger-Gruppen zu verbreiten. Solche Veröffentlichungen könnten schwerwiegende Folgen für unbeteiligte Personen haben. Ebenso sollten keine selbst erstellten Zeugenaufrufe ohne Abstimmung mit der Polizei verbreitet werden.
Die Polizei Osthessen betont, dass Hinweise besorgter Bürgerinnen und Bürger selbstverständlich ernst genommen werden und die Beamtinnen und Beamten für solche Situationen sensibilisiert sind. Eltern, die sich darüber hinaus allgemein über das Thema „Ansprechen von Kindern“ informieren möchten, können sich mit ihren Fragen auch direkt an die Präventionsabteilung des Polizeipräsidiums Osthessen wenden. Ansprechpartner ist die Präventionsstelle per E-Mail. +++

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