Verbraucherzentrale gegen direkte Strompreisweitergabe an Endkunden

Der extrem hohe Gaspreis überfordert Millionen Haushalte

Angesichts der sich zuspitzenden Energiekrise hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) davor gewarnt, die drastischen Preisanstiege unmittelbar an die Verbraucher weiterzugeben und eine gesetzliche Anpassung gefordert. „Die Preissteigerungen sind für viele Menschen kaum noch zu schultern“, sagte Leiter des Teams Energie und Bauen beim VZBV, Thomas Engelke, der „Rheinischen Post“. Der Paragraf 24 des Energiesicherheitsgesetzes müsse dringend von der Bundesregierung überarbeitet werden. „Denn ohne Änderungen könnten die Energieanbieter bei Ausrufung der Gasmangellage durch die Bundesnetzagentur die teuren Börsengaspreise 1:1 an die privaten Haushalte durchreichen. Der extrem hohe Gaspreis überfordert Millionen Haushalte“, mahnte Engelke an. Die Bundesregierung müsse jetzt ein drittes Entlastungspaket schnüren. Insbesondere für Haushalte mit geringem Einkommen fordere der VZBV finanzielle Hilfen, die an die tatsächliche Preisentwicklung gekoppelt sind. „Energiesparen ist richtig und wichtig. Da sind alle gefragt – Unternehmen, der öffentliche Sektor und private Haushalte“, so Engelke weiter. +++

Coronadaten

Da am Wochenende nur noch wenige Gesundheitsämter und Landesbehörden Daten an das RKI übermitteln, werden keine Daten am RKI eingelesen, sodass es bei den absoluten Fallzahlen keine Veränderung zum Vortag gibt. Die Änderung der 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag beruht lediglich auf einer Änderung des Bezugszeitraums (jeweils 7 Tage vor dem Tag der Berichterstattung).

Letzte Aktualisierung: 08.08.2022, 06:22 Uhr
 Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda
482,9 ↓1077
Vogelsberg614,2 →648
Hersfeld
551,1 →663
Main-Kinzig359,0 →1514

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