Der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Carsten Linnemann warnt CSU-Chef Markus Söder davor, mit weiteren Äußerungen zur Kanzlerkandidatur Unruhe in die Unionsparteien zu bringen. CDU und CSU dürften sich jetzt nicht in Personaldebatten "verheddern", sagte Linnemann dem "Spiegel". "Wenn wir uns im Herbst mit der K-Frage beschäftigen, ist das früh genug." Linnemann, der auch stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist, forderte Söder auf, sich dann klar zu bekennen. Spätestens zum CDU-Parteitag solle die CSU "klarstellen, ob sie einen Kanzlerkandidaten ins Rennen schicken will", sagte der CDU-Politiker: "Ansonsten sind Unruhe und sogar Streit programmiert." Eigentlich haben CDU und CSU verabredet, die Kandidatenfrage erst nach dem CDU-Parteitag gemeinsam zu klären. Söders jüngste Auftritte haben bei führenden Christdemokraten aber den Eindruck entstehen lassen, der CSU-Vorsitzende lege es auf eine Kanzlerkandidatur Söders Äußerungen und seine zweideutigen Ansagen sorgen in der CDU verstärkt für Irritationen. NRW-Innenminister Herbert Reul hatte dem CSU-Chef zuletzt vorgeworfen, nur "heiße Luft" zu produzieren. +++
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1 Kommentar
Unions-Kanzlerkandidat kann nur werden, wer nachweislich und nachhaltig zum Zusammenwachsen und nicht zur Spaltung der Gesellschaft beigetragen hat und auch künftig beiträgt. Wer dabei versagt, hat nicht nur keinen moralischen Führungsanspruch, er ist vielmehr auch als Demokratiegefährder unterwegs! Wer die Pflicht nicht kann, kann auch nicht Kür!
Darüber hinaus kann einer, dem - quasi amtlich - charakterliche Schwächen und ein Hang zu Schmutzeleien bescheinigt wurde, keinen Staat führen, es sei denn eine Bananenrepublik. Daran ändert auch nichts, dass sich der Urheber dieser Beurteilung offensichtlich nicht mehr daran erinnern will.
Und noch etwas: wenn einer auch mal Respekt kann, heißt das noch lange nicht, dass er auch respektvollen Umgang mit politischen Gegnern oder mit anderen Volksgruppen pflegt. Insbesondere wenn er in der Vergangenheit durch zahllose Respektlosigkeiten aufgefallen ist!
Haben Politiker und Medien das schon alles vergessen? Ein Kronprinz a là Saudi Arabien?
Ach ja, warum will ein Politiker, der in allen relevanten Corona-Kennzahlen seit Monaten am schlechtesten abschneidet, die Corona-Pandemie besser gemanagt haben als eine Politikerin bzw. ein Politiker, der bzw. die die wesentlich besseren oder gar die besten Corona-Kennzahlen nachweisen kann? Einfach, weil seine Erzählung halt so ist?
Mein Schiff, mein Schloß, meine Kutsche, mein Land! Ist das alles?
Unions-Kanzlerkandidat kann nur werden, wer nachweislich und nachhaltig zum Zusammenwachsen und nicht zur Spaltung der Gesellschaft beigetragen hat und auch künftig beiträgt. Wer dabei versagt, hat nicht nur keinen moralischen Führungsanspruch, er ist vielmehr auch als Demokratiegefährder unterwegs! Wer die Pflicht nicht kann, kann auch nicht Kür!
Darüber hinaus kann einer, dem - quasi amtlich - charakterliche Schwächen und ein Hang zu Schmutzeleien bescheinigt wurde, keinen Staat führen, es sei denn eine Bananenrepublik. Daran ändert auch nichts, dass sich der Urheber dieser Beurteilung offensichtlich nicht mehr daran erinnern will.
Und noch etwas: wenn einer auch mal Respekt kann, heißt das noch lange nicht, dass er auch respektvollen Umgang mit politischen Gegnern oder mit anderen Volksgruppen pflegt. Insbesondere wenn er in der Vergangenheit durch zahllose Respektlosigkeiten aufgefallen ist!
Haben Politiker und Medien das schon alles vergessen? Ein Kronprinz a là Saudi Arabien?
Ach ja, warum will ein Politiker, der in allen relevanten Corona-Kennzahlen seit Monaten am schlechtesten abschneidet, die Corona-Pandemie besser gemanagt haben als eine Politikerin bzw. ein Politiker, der bzw. die die wesentlich besseren oder gar die besten Corona-Kennzahlen nachweisen kann? Einfach, weil seine Erzählung halt so ist?
Mein Schiff, mein Schloß, meine Kutsche, mein Land! Ist das alles?