Dass die Tischtennis-Spieler des Bundesligisten TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell in dieser Saison in diese Situation geraten würden, das hätten sie eigentlich nicht gedacht. Doch es geht nun mal schneller, als man denkt - und Entwicklungen und Tendenzen kann man nicht aufhalten. Im Sport schon gar nicht. So trägt das Spiel am Freitagabend beim SV Post Mühlhausen das Etikett existenzieller Bedeutung - geht es doch um den Klassenerhalt der ersten und obersten deutschen Spielklasse. Um nichts anderes. Spielbeginn in der engen Halle, dem LOTTO Thüringen Center Court am Kristanplatz in Mühlhausen mit besonderer Atmosphäre: 18.30 Uhr.
Beide Teams kämpfen also um wichtige Punkte. Beide sind mit 10:16 Zählern punktgleich, der Achte prallt auf den Neunten. Beide weisen auch dasselbe Spiel- und Satzverhältnis auf, Mühlhausen hat sich da gar vorbeigeschlichen. Entsprechend eng verspricht auch der anstehende Vergleich zu werden. So eng, wie sich auch das Hinspiel gestaltete. Am 23. November vergangenen Jahres gewann Fulda das spannende und dramatische Match mit 3:2. Jonathan Groth (3:2 gegen Ovidio Ionescu), Dima Ovtcharov (3:0 gegen Steffen Mengel) und das begeisternde Doppel Fanbo Meng/Dima Ovtcharov (3:1 gegen den Ex-Düsseldorfer Kai Stumper/Ionescu) holten die Punkte. So manchem ist noch in Erinnerung, wie bedröppelt die Fans aus Thüringen die Hubtex Arena verließen.
Doch dies war vorerst Fuldas letzter Sieg. Vier Niederlagen (Bremen, Grenzau, Bad Homburg und zuletzt Düsseldorf) folgten - und der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell tut gut daran, am Freitag zu gewinnen und die beiden Punkte aus Thüringen zu entführen. Das Trio, das in der Tabelle hinter dem Team aus Osthessen liegt - Grünwettersbach, Bad Königshofen und Grenzau - hat nur zwei Zähler weniger auf seinem Konto stehen. Der Gast sollte und darf sich nicht darauf verlassen, dass es am Ende der Saison erneut keine Absteiger gibt. Das war zwar in den letzten beiden Jahren der Fall, als zuerst Mainz und in der letzten Saison Grenzau profitieren - und dass kein Verein die finanziellen Anforderungen und Lizenzauflagen für den Spielbetrieb in der Ersten Bundesliga stemmen kann oder will. Also, TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell: ein Sieg muss her. Alles andere steht nicht zur Debatte. Und es hat zwar kaum was zu bedeuten, aber: Steffen Mengels Einzelbilanz liegt immerhin bei 10:7, die von Fuldas Bestem Dima Ovtcharov bei 7:4. Wir fiebern mit. +++ rl

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