Tiertransporter-Unfall – A480 bei Gießen wieder frei

Unfall a480

Ein schwerer Unfall mit einem Tiertransporter hat am heutigen Morgen auf der Autobahn 480 zwischen dem Gießener Nordkreuz und dem Reiskirchener Dreieck für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt und eine langanhaltende Vollsperrung ausgelöst. Über Stunden hinweg staute sich der Verkehr in Richtung Reiskirchen, nachdem zwei Lastwagen kollidiert waren.

Nach ersten Erkenntnissen war der Fahrer eines Tiertransports gegen 8.15 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache auf einen vorausfahrenden LKW aufgefahren. Der Mann erlitt dabei leichte Verletzungen und wurde noch an der Unfallstelle vom Rettungsdienst medizinisch versorgt.

Die Folgen des Zusammenstoßes waren jedoch weitreichender als zunächst angenommen: Ein Teil der Ladung des Tiertransporters verteilte sich über die Fahrbahn. Laut Frachtpapieren befanden sich rund 2.000 Hühner in Käfigen an Bord des Fahrzeugs. Durch die Wucht des Aufpralls wurden mehrere Käfige beschädigt, sodass zahlreiche Tiere auf die Straße fielen. Einige von ihnen überlebten den Unfall nicht.

Das alarmierte Veterinäramt übernahm die Versorgung und Betreuung der überlebenden Tiere und kümmerte sich um das weitere Vorgehen. Gleichzeitig stellte die Bergung der Tiere sowie die Sicherung der Unfallstelle die Einsatzkräfte vor erhebliche logistische Herausforderungen.

Wegen der aufwendigen Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die Autobahn in Fahrtrichtung Reiskirchen vollständig gesperrt werden. Zu Beginn der Maßnahmen war zudem eine kurzzeitige Vollsperrung in der Gegenrichtung erforderlich, was die Verkehrslage zusätzlich verschärfte.

Der stark beschädigte Tiertransporter war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Zuvor organisierten die Einsatzkräfte einen Ersatztransport, in den die verbliebenen Hühner umgeladen wurden. Erst danach konnten die umfangreichen Aufräum- und Reinigungsarbeiten auf der Fahrbahn fortgesetzt werden.

Der entstandene Sachschaden wird nach ersten Schätzungen auf etwa 150.000 Euro beziffert. Nach rund sechs Stunden intensiver Arbeiten konnte die Vollsperrung schließlich gegen 14.50 Uhr aufgehoben werden, nachdem Bergung und Reinigung der Fahrbahn abgeschlossen waren. +++ red.


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