Der „Tag des Ehrenamts“, der 2019 ins Leben gerufen wurde, ist inzwischen zu einer festen Tradition in Hessen geworden. Er dient dazu, den ehrenamtlichen Einsatzkräften des Brand- und Katastrophenschutzes für ihr Engagement zu danken und sie zu ehren. In diesem Jahr fand die Veranstaltung mit rund 2.000 Ehrenamtlichen im Freizeitpark Taunus Wunderland statt. Einsatzkräfte aus verschiedenen Regionen, wie Hadamar, Trendelburg und Bayern, nahmen teil und wurden für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet.
Innenminister Roman Poseck eröffnete den Tag und hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor: „Der Tag des Ehrenamts ist in Hessen zu einer lieb gewonnenen Tradition geworden. Es ist mir eine besondere Freude, Sie heute in meiner Funktion als Innenminister zu begrüßen. Wir sind hier, um Ihren unermüdlichen Einsatz für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu würdigen. Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, stehen Sie bereit – sei es bei Bränden, Naturkatastrophen oder Notlagen. Sie sind immer zur Stelle, um zu helfen.“
Besondere Leistungen und Einsätze im Fokus
Der Minister erinnerte an herausragende Einsätze, wie das Engagement der Feuerwehr bei einem Gasleck in Hadamar oder dem Starkregenereignis in Trendelburg. Auch der länderübergreifende Einsatz hessischer Kräfte bei der Hochwasserkatastrophe in Bayern im Juni dieses Jahres wurde gewürdigt. Dabei waren 111 hessische Einsatzkräfte rund 80 Stunden im Dauereinsatz, um den Betroffenen zu helfen.
„Diese Beispiele verdeutlichen Ihre immense Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft“, so Poseck. „Ich möchte Ihnen für all Ihre Einsätze danken, die Sie mit Hingabe und Mut bewältigen. Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf den hessischen Brand- und Katastrophenschutz verlassen – sei es bei regionalen Katastrophen oder bei überregionalen Hilfseinsätzen.“
Investitionen in den Brand- und Katastrophenschutz
Um die Einsatzbereitschaft auf hohem Niveau zu halten, investiert das Land Hessen kontinuierlich in den Brand- und Katastrophenschutz. In diesem Jahr werden 47 Millionen Euro für den Brandschutz bereitgestellt – eine Rekordsumme. Seit 2008 hat Hessen zudem über 80 Millionen Euro in die Ausstattung des Katastrophenschutzes investiert. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass die Anzahl der Katastrophenschutzfahrzeuge von 278 auf über 800 nahezu verdreifacht wurde. „In der kommenden Woche werden wir 26 neue Gerätewagen-Logistik in den Dienst stellen, die in verschiedenen Einsatzgebieten unterstützen werden. Dies ist die größte Einzelbeschaffungsmaßnahme in der Geschichte des hessischen Katastrophenschutzes“, führte Poseck aus.
Würdigung ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber und Nachwuchsgewinnung
Im Rahmen der Kampagne „1+1=2 – Eine starke Verbindung“ wurde auch der „Arbeitgeber-Award“ eingeführt, der ehrenamtsfreundliche Unternehmen auszeichnet. Einsatzkräfte sind aufgerufen, ihren Arbeitgeber für diesen Preis vorzuschlagen, wenn dieser das Ehrenamt besonders unterstützt.
Zusätzlich wurden im Zuge der „Landesoffensive Nachwuchsgewinnung“ die Kommunen Bad Emstal, Elz und Zierenberg für ihre Bemühungen um die Gewinnung junger Feuerwehrleute ausgezeichnet. Der Minister gratulierte den Preisträgern herzlich: „Sie haben diese Auszeichnung mehr als verdient.“
Maßnahmen für mehr Respekt und Anerkennung
Poseck thematisierte auch die zunehmenden Angriffe auf Einsatzkräfte. Im vergangenen Jahr waren über 5.200 Einsatzkräfte Opfer von Straftaten – ein trauriger Höchststand. Die Hessische Landesregierung hat daher das sogenannte „Respekt-Paket“ geschnürt, um mehr Anerkennung und Schutz für Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte zu gewährleisten. Geplante Maßnahmen umfassen unter anderem eine Erhöhung der Polizeizulage um 22 % und eine Verschärfung der Strafen bei tätlichen Angriffen auf Einsatzkräfte. „Wer Einsatzkräfte gezielt in einen Hinterhalt lockt, muss mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr rechnen“, erklärte Poseck. „Einsatz verdient Respekt.“
Der Innenminister rief abschließend die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, den Einsatzkräften Respekt und Anerkennung entgegenzubringen. „Denn: Einsatz verdient Respekt.“ +++
