Studie: Warenhäuser für Einzelhandel ungeeignet

Kleidung, Mode

In Deutschland lohnt es sich offenbar nicht, ehemalige Warenhaus-Immobilien weiter für den Einzelhandel zu nutzen. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatung PwC. Die Autoren untersuchten die Nachnutzungskonzepte aller 52 Warenhäuser, die in den vergangenen zehn Jahren geschlossen worden waren. Keine der Immobilien wurde danach als herkömmliches Kaufhaus weitergeführt. Auch eine Nutzung mit verschiedenen Ladengeschäften war nur in einem Fünftel der Fälle erfolgreich. Das Warenhauskonzept sei „nicht mehr zeitgemäß“, schreiben die Autoren der Studie, aber auch alternative Einzelhandelskonzepte hätten sich „nur selten als erfolgreich“ erwiesen. Sinnvoller sei ein sogenanntes Mixed-Use-Konzept, bei dem etwa Einzelhandel und Büro oder Wohnraum kombiniert werden. Von den 24 so genutzten Häusern musste in den zehn Jahren keines wieder schließen. Die Studie zeigt damit auf, welche Schwierigkeiten auf viele Innenstädte zukommen: Allein die insolvente Kette Galeria-Karstadt-Kaufhof plant, 47 Filialen zu schließen. +++


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1 Kommentar

  1. Das Konzept „Handel-Büro-Wohnraum“ sollte auch in Fulda angestrebt werden. Die alten Kaufhaus-Zeiten sind vorbei. Schade nur, dass es dann im gesamten Landkreis kein einziges Warenhaus mehr gibt, in dem der Kunde alles einkaufen kann. Zwar gäbe es an der Autobahn dafür Platz genug, aber unsere fürsorglichen Politiker haben ja dafür gesorgt, dass Warenhäuser „an der grünen Wiese“ verpönt sind. Man will ja die Innenstadt retten. Nur – was gibt es denn da noch zu retten? Und wenn die Kunden und vor allem die Kundinnen mit ihren Kindern von einem Laden in den anderen rennen müssen, um ihren Einkaufszettel halbwegs abarbeiten zu können, so ist das mehr als lästig. In einem Warenhaus auf der schönen grünen Wiese könnten sie alles zusammen erledigen einschließlich Bankgeschäfte und vielem mehr. Aber vor diesem Teufelszeug bewahren uns ja unsere ach so lieben Politiker. – „Wir haben nur Kleinstadtsortiment“ hört man oft in den Geschäften in Fulda. Also geht die Rennerei in den nächsten Laden weiter – oder man bestellt gleich alles im Internet, weil man die Sachen ohnehin in den kleinen Lädchen in Fulda nicht bekommt. Ist diese Entwicklung wirklich besser?

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