Berlin. Auch Anhänger der SPD sind nach Einschätzung von Parteivize Ralf Stegner nicht vor rechtpopulistischem Gedankengut der AfD gefeit. „Die Anfälligkeit für Debatten nach dem Motto: „Die da oben, wir hier unten“ ist insgesamt gestiegen, das gibt es auch in unserer Wählerschaft“, sagte Stegner der „Saarbrücker Zeitung“. Dabei habe die AfD keine praktikable Antwort auf die aktuellen Herausforderungen, so Stegner. Das Ende des Euro sowie geschlossene Grenzen, wie es die AfD fordere, würden vielmehr eine Massenarbeitslosigkeit auslösen. „Das wissen die Wenigsten. Deshalb muss das stärker herausgestellt werden“, meinte Stegner.
Der SPD-Politiker reagierte damit auch auf das anhaltende Umfragetief seiner Partei. In diesem Zusammenhang erteilte er auch allen innerparteilichen Diskussionen über den Vorsitzenden Sigmar Gabriel eine Abfuhr. „Es gab eine Phase, da hat die SPD ihre Vorsitzenden im Akkord ausgewechselt. Gute Erfahrungen haben wir damit nicht gemacht“, erklärte Stegner. „Wir müssen über Inhalte reden. Gerechte Antworten bei Arbeit, Bildung, Gesundheit, Familie und Rente sind für die Menschen wichtiger als Personaldebatten“.
Vor wenigen Tagen hatte der SPD-Unterbezirk Odenwald/Hessen einen Antrag zur Abwahl Gabriels beschlossen. „Wir hatten erst vor ein paar Monaten einen Bundesparteitag. Dort ist Sigmar Gabriel als Vorsitzender bestätigt worden“, konterte Stegner. +++ fuldainfo
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