Stadt Fulda stellte neue Städteführungs-App vor

Lea Widmer (Vorsitzende BMB), OB Dr. Heiko Wingenfeld, Bajka Bogunovic, Sascha Kurth, Sebastian Brähler und Daniel Knorn (die drei Gründer von kaleidos:code), Carolin Leist, Michele Drabiniok, Maren Siemon und Ulrike Hotz (beide LGS) und Tourismus-Chef Dominik Höhl. (v.l.) Foto: Stadt Fulda

doyo steht für „discover on your own“ und ist eine neue Alternative für alle, die Fulda gerne auf eigene Faust entdecken möchten. Jetzt wurde die neue App in der Tourist Information in Fulda vorgestellt. „Mit doyo leisten wir als Stadt Fulda Pionierarbeit und läuten gemeinsam mit dem Team von kaleidos:code die nächste Generation digitaler Stadtführungen ein. Damit ersetzen wir zugleich den herkömmlichen Audioguide“, so Dominik Höhl, Leiter Tourismus und Marketing der Stadt Fulda.

„Ich bin fasziniert von den vielen Möglichkeiten, die doyo bietet. Sie ist eine wunderbare Ergänzung für die beliebten Führungen durch unsere hochkompetenten Gästeführerinnen und Gästeführer“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld begeistert. Auch für Bürgerinnen und Bürger sei doyo interessant: „Sogar Menschen, die sich gut in Fulda auskennen, können hier noch etwas Neues erfahren, das ging auch mir so“, erklärte das Stadtoberhaupt. Ein weiterer Vorteil sei die Übertragbarkeit in verschiedene Sprachen: So könnten auch Personen mit ausländischen Wurzeln – in Fulda leben immerhin Menschen aus 144 Nationen – die Stadt leicht erkunden und besser kennenlernen.

Entwickelt wurde doyo in enger Zusammenarbeit zwischen den Gästeführern der Stadt Fulda und dem jungen lokalen Startup kaleidos:code, dessen Macher zuvor im Bereich e-Learning tätig waren. Das merkt man der neuen App auch an, wie Sascha Kurth und Sebastian Brähler von kaleidos:code erklärten: „Eine Stadtführung mit doyo zeichnet sich dadurch aus, dass Sehenswürdigkeiten ganz interaktiv erlebt werden können. Mit spannenden Geschichten und Storytelling, mit vielen spielerischen Elementen, die zum Ausprobieren einladen und mit aufwendig produzierten Animationen, 3D-Modellen und Augmented-Reality. Damit werden ganz neue und noch nie gesehene Perspektiven ermöglicht.“ Auch für Kinder sei diese Art der Führungen gut geeignet. Ob man die Inhalte lieber selbst liest oder sich von einem professionellen Sprecher vorlesen lässt, sei dabei jedem selbst überlassen. „Eine integrierte Kartendarstellung und Navigationsfunktion führt ganz einfach und komfortabel von Station zu Station. So werden das erste Mal in einer Stadtführungs-App die Möglichkeiten, die Smartphones heute bieten, voll ausgeschöpft.“ Wichtig sei ihnen auch die Barrierefreiheit der App, so Sascha Kurth. Dafür arbeiten sie eng mit dem Beirat der Menschen mit Behinderungen (BMB) und dessen Vorsitzende, Lea Widmer zusammen.

doyo ist ab sofort im Apple App Store und Google Play Store verfügbar und kann kostenlos auf das eigene Smartphone heruntergeladen werden. Zum Start gibt es ein 60-minütige Führung zu den spannendsten Sehenswürdigkeiten im Fuldaer Barockviertel: vom Bonifatiusdenkmal über Dom und Michaelskirche, Paulustor, Orangerie, Schlossgarten, Stadtschloss, Dahliengarten bis zum Severiberg. Diese Führung wird bis zum 31.12.2022 kostenlos angeboten, danach kostet der Download einmalig 9 Euro. Die Führung steht dabei zunächst auf Deutsch zur Verfügung. Noch in diesem Jahr folgt eine englische Version, versprachen die Macher.

Für 2023 haben sie noch weitere Highlight-Touren in Fulda in der Planung. So wird es für die Landesgartenschau 2.023 eine Tour speziell für Kinder geben sowie eine Tour, die „alle Sinne“ ansprechen wird. Mit dem Podcast „Mörderische Heimat“ von Shaggy Schwarz und Zeno Diegelmann wird gerade eine spannende Krimitour geplant. Bereits in der Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem BMB ist eine Inklusionstour, die ganz besonders auf die Wünsche von Menschen mit Behinderungen zugeschnitten sein wird. +++ pm

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