SPD: Schwarze Schafe tricksen Mindestlohn aus

Fulda. Die Behauptung des Landesvorsitzenden der Mittelstandsvereinigung (MIT), Frank Hartmann, die SPD habe auf ihrem UB-Parteitag behauptet, die Arbeitnehmer würden betrogen, ist Unsinn! Hartmann sollte Äußerungen der SPD zum Mindestlohn vollständig lesen und exakt wiedergeben, dann würde er nicht permanent Falschmeldungen in die Welt setzen.

Richtig ist: Der DGB-Gewerkschaftssekretär Klaus Schüler hat über seine Erfahrungen mit einigen schwarzen Schafen berichtet, die Arbeitszeiten manipulieren und so versuchen, den Mindestlohn zu umgehen. Das hat auch die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi gemeint, wenn sie von schwarzen Schafen und Gaunern im Mittelstand sprach. Die zutage getretenen Tricksereien einiger Unternehmer zeigen deutlich die Notwendigkeit von Kontrollen. Von Verunglimpfung der mittelständischen Unternehmen durch die SPD kann also keine Rede sein.

Für die Betriebe sind 100 Tage Mindestlohn 100 gute Tage, das sollte der Landesvorsitzende der MIT Frank Hartmann als erklärter Gegner des Mindestlohns endlich einmal zur Kenntnis nehmen. Unternehmen werden durch die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns vor Billigst-Konkurrenten geschützt. Mit Dumpinglöhnen und dem Ausnutzen von Arbeitskräften kann sich heute keiner mehr einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Dies kommt besonders Unternehmen zu Gute, die bereits in der Vergangenheit sozial verantwortlich gehandelt haben. Der Mindestlohn macht die Wirtschaft gerechter und sichert die soziale Marktwirtschaft. +++ fuldainfo


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1 Kommentar

  1. Wenn mehr Leute einen Lohn bekommen, durch den sie sich aus Hartz IV abmelden können, ist das für alle gut: Ihr Lebensunterhalt muss nicht mehr durch die Allgemeinheit aus Steuergeldern subventioniert werden und sie können sich durch ihr höheres Einkommen auch ein bisschen mehr leisten, das heißt, sie stärken die Unternehmer dadurch, dass sie mehr deren Produkte kaufen. Ich kann mich noch an den Ausspruch einer Frau erinnern, die sich in Fulda als Bäckereifachverkäuferin bei einem der Fuldaer Bäckereiketten beworben hatte. Als sie im Vorstellungsgespräch hörte, wie wenig Lohn sie bekommt, stand sie auf und verabschiedete sich mit den Worten: Bei DEM Einkommen kann ich mir Ihre Brötchen nicht mehr leisten.

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