SPD-Chefin verteidigt Nominierung von Olaf Scholz

Wir haben uns beide aufeinander zubewegt.

SPD-Chefin Saskia Esken verteidigt die Nominierung von Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten gegen linke Kritiker. „Wir haben Vertrauen zueinander entwickelt“, sagte Esken der „taz“. Sie könne den „Unmut verstehen“, doch die linken Scholz-Kritiker würden nicht wahrnehmen, wie gut die Parteispitze 2020 mit dem Finanzminister zusammengearbeitet habe. „Wer die Qualität und den Spirit unserer Zusammenarbeit mit Olaf Scholz in den letzten Monaten verfolgt hat, insbesondere bei den Koalitionsausschüssen, den kann unsere Entscheidung nicht überraschen“, sagte die SPD-Chefin. Esken betonte, „ganz und gar einverstanden“ mit Scholz` Kür zum Kanzlerkandidaten zu sein. „Wir haben uns beide aufeinander zubewegt.“ Esken will, dass die SPD eine Regierung mit Grüne und Linkspartei anstrebt, stellt dafür aber Bedingungen. „Wir haben dargelegt, dass eine unserer harten Bedingungen dafür eine verlässliche Europa-, Sicherheits- und Außenpolitik ist. Da sehen wir bei der Linkspartei Klärungsbedarf.“ Auf die Frage, ob die Lust der SPD auf eine Mitte-Links-Regierung wie im Jahr 2017 schrumpfen werde, je näher die Wahl rückt, sagte sie der „taz“: „Wir werden die Fehler der vergangenen Wahlkämpfe nicht wiederholen.“ +++

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